Bob & Skeleton-Weltcup am Königssee

Deutsche mit besten Chancen beim Weltcup-Finale

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen

Schönau am Königssee - Es ist die letzte Chance noch Weltcup-Punkte zu sammeln und möglicherweise die große Kristallkugel für den Gesamt-Weltcup zu holen: Am Wochenende ist der Bob- & Skeleton-Weltcup am Königssee zu Gast.

Für einen Sieg gibt es 225 Weltcuppunkte. Der ehemalige Rennrodler Nico Walther hat am kommenden Wochenende noch alle Chancen. Der 25-jährige Sachse Nico Walther liegt mit 1274 Punkten aktuell 63 Zähler hinter Weltcup-Spitzenreiter Yungjong Won aus Korea. Bei einem Sieg hat der ehemalige Rennrodler Nico Walther somit noch alle Chancen. 

Den Weltcupsieg im Zweierbob im heimischen Eiskanal will der gleichaltrige WM-Zweite Johannes Lochner aus Schönau am Königssee auch erstmals schaffen. Der zweifache Vizeweltmeister bekommt zum Finale „Dahoam“ seinen ersten Weltcup-Einsatz des Winters und hofft auf große Unterstützung der heimischen Fans. Johannes Lochner freut sich:„Wenn die Stimmung am Königssee wieder so toll ist wie bei der WM in Igls, dann werden wir hochmotiviert an den Start gehen und alles geben für unsere Chance eine Podiumsplatzierung einzufahren.“

Zwei deutsche Viererbobs in Führung

Im großen Schlitten liegen in der Gesamtweltcup-Wertung aktuell zwei deutsche Viererbobs in Führung. Nach dem bisherigen Saisonverlauf können sich die beiden Top-Athleten, derzweifache Weltmeister (2013 & 2015) Maximilian Arndt und der dreifache Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich noch die Kugel schnappen. Maximilian Arndt demonstrierte, auch wenn der bei der WM am vergangenen Wochenende nur zu Platz sieben gereicht hat, zuletzt in St. Moritz mit dem EM-Titel und seinem zweiten Weltcupsieg des Winters im großen Schlitten, dass der Weltcupsieg im großen Schlitten nur über ihn führen wird. Der Weltcup-Spitzenreiter war im gesamten Weltcup-Winter die Beständigkeit in Person und stand bei den bislang sieben ausgetragenen Vierer-Rennen immer auf dem Weltcup-Podium (2x Erster, 4x Zweiter & 1x Dritter).

Der dreimalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich konnte vor allem in den ersten Rennen des Winters seine Extraklasse unter Beweis stellen. Der jüngste Tripel-Weltmeister aller Zeiten startete mit fünf Siegen in Serie (drei im 2er und zwei im 4er) in die Saison, ehe ihn eine Adduktorenverletzung zurückwarf. Doch zur WM in Innsbruck-Igls präsentierte sich der 25-jährige Bundespolizist in alter Stärke und holte die Goldmedaille im Zweier und die Silberne im Vierer.

Deutsche Weltklasse-Athleten 

Bob-Cheftrainer Christoph Langen: „Wir haben bei den Männern derzeit mit vier Weltklasse-Athleten, die um den Sieg fahren können, fast schon ein Luxusproblem. Das ist normalerweise ein Traum für jeden Trainer, doch einer muss beim Weltcup immer zusehen und das tut einem dann schon richtig leid. Am Königssee soll Johannes jetzt aber, wegen dem Gewinn der WM-Medaille, endlich seinen Weltcup-Einsatz bekommen.“

Bei den Frauen im Zweierbob ist Lokalmatadorin Sandra Kroll nach einem Trainingssturz noch verletzt und wird auch beim Weltcupfinale am Königssee nicht dabei sein können. Die Weltmeisterinnen Anja Schneiderheinze und Annika Drazek wollen zum Finale am Königssee ihre Leistung bestätigen und nochmal auf das Podest rasen. Außer den Weltmeisterinnen werden die Teams von Juniorenweltmeisterin Stephanie Schneider und der WM-Siebten Mariama Jamanka an den Start gehen.

Podestplatz-Chancen beim Skeleton

Bei den Skeletonis hat die Weltcup-Spitzenreiterin Tina Hermann vom WSV Königssee die größten Chancen für den Gesamtweltcupsieg. Die Weltcup-Dritte des Vorjahres katapultierte sich mit herausragenden Leistungen in dieser Saison und vor allem mit dem Gewinn des WM-Titels am vergangenen Samstag in Igls in die absolute Weltspitze und zählt zu den Top-Favoritinnen. In den bislang sieben ausgetragenen Weltcup-Rennen raste die 23-Jährige vier Mal zum Sieg und belegte noch zwei Mal Rang zwei. Nur beim Übersee-Rennen Anfang Januar in Lake Placid schaffte Hermann, die sich am vergangenen Wochenende in St. Moritz EM-Silber sichern konnte, als Vierte nicht den Sprung aufs Weltcup-Podium.

Drei BSD-Starterinnen

Zweites heißes Eisen im Feuer des BSD Damen-Teams ist Jacqueline Lölling. Die 21-jährige Sauerländerin, die im Vorjahr in Winterberg überraschend zu WM-Silber fahren konnte, zeigte in der laufenden Saison ebenfalls sehr stabile Leistungen und schaffte in vier von sieben Rennen den Sprung aufs Weltcup-Podium. Dritte BSD-Starterin ist die Thüringerin Sophia Griebel, die in diesem Winter bei sieben Weltcup-Starts immerhin vier Mal den Sprung unter die Top-Fünf schaffte.

Bei den Herren hat der Sachse Axel Jungk noch Chancen unter die ersten Drei im Gesamtweltcup zu fahren, wenngleich der erste Rang bereits unerreichbar ist. Axel Jungk hat mit Rang drei in Park City und Rang zwei in Winterberg immerhin zwei Weltcup-Podestplätze in diesem Winter vorzuweisen. Beim ersten Königssee-Weltcup des Winters, im Dezember 2015, landete der ehemalige Skispringer nur auf dem sechsten Rang. Hier gibt es noch einige Luft nach oben. Komplettiert wird das Herren-Aufgebot zum Weltcup-Finale am Königssee durch Michael Zachrau sowie Lokalmatador Kilian von Schleinitz.

Zeitplan Weltcup Königssee

Freitag, 26. Februar: 12.30 Uhr Skeleton Damen 16.00 Uhr Zweierbob Damen

Samstag, 27. Februar: 11.00 Uhr Skeleton Herren 14.30 Uhr Zweierbob Herren

Sonntag, 28. Februar: 13.00 Uhr 1. Historic Bob Race Königssee 14.30 Uhr Viererbob Herren

Die Weltcup-Starter

Zweierbob Frauen

Anja Schneiderheinze (ESC Erfurt) Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) Mariama Jamanka (BSR Oberhof)

Zweierbob Männer

Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg) Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude)

Viererbob Männer

Maximilian Arndt (BSR Rennsteig Oberhof) Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg)

Skeleton Frauen

Frauen Tina Hermann (WSV Königssee) Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) Sophia Griebel (RT Suhl) Männer Axel Jungk (BRC Sachsen Oberbärenburg) Michael Zachrau (BSR Oberhof) Kilian von Schleinitz (WSV Königssee)

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser