Ex-Eisschnellläuferin wird Trainerin

Weltmeisterin Wolf zurück auf dem Eis!

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Auf dem Eis von links nach rechts: Marie Saurler, Anita Dumberger, Josephine Haimerl, Jenny Wolf, Lena Hochreiter und Michael Restner (Trainer)

Inzell - Nachdem sich Jenny Wolf aus dem Sport zurückgezogen hatte, steht sie jetzt Jahre später wieder auf dem Eis und übernimmt die Aufgaben eines Trainers.

Der 13. März 2011 ist für Eisschnellläuferin Jenny Wolf ein unvergesslicher Tag in ihrer Karriere gewesen. Die Berlinerin hat sich damals den Weltmeistertitel über 500 Meter in der nagelneuen Inzeller Max Aicher Arena geholt. Jetzt über vier Jahre später nach diesem Triumph ist sie zurückgekommen. Die 36-jährige wird vom Stützpunkt Inzell aus ihre Ausbildung zum Trainer machen. Diese Trainerausbildung wird vom Verband Deutsche Eisschnelllauf - Gemeinschaft e.V. (DESG) gesteuert "Es ist schön, hier in Inzell zu sein. Ich erinnere mich noch genau an diesen Titel. Nach Olympia in Vancouver ist das ein ganz besonderer Erfolg gewesen. Ich konnte beweisen, dass ich zu den besten gehört habe." 2014 hat Jenny Wolf ihre Karriere nach fünf Weltmeistertiteln und einer olympischen Silbermedaille beendet. Danach ist sie mit ihrem Mann Oliver für ein Jahr nach Kanada gegangen. "Da war ich nach dem Karriereende auch räumlich sofort weit weg", erinnert sie sich.

Vom Eislaufen nicht losgekommen

In Toronto hat sie zunächst ein Praktikum bei einer Hilfsorganisation gemacht. Doch das Eislauf-Fieber hat sie dort nicht los gelassen. "Ich habe Inlineskating gemacht, Eishockey gespielt und bei verschiedenen Clubs Kinder und Jugendliche das Eislaufen beigebracht. Da war für mich klar, wenn ich nach Deutschland zurückkomme muss ich was mit Eisschnelllaufen sein" Die Idee reifte schließlich, als ihr Mann von der Bundeswehr in die Nähe von Regensburg versetzt wurde. "Da habe ich in Inzell angefragt, ob sie eine Wohnung für mich finden und ich habe gleich bemerkt, dass man sich hier freut, wenn ich kommen würde. Jetzt hoffe ich, dass ich die Vorfreude bestätigen kann und alles funktioniert." Davon ist der Stützpunktleiter Markus Eicher überzeugt. "Es ist toll, wenn eine erfolgreiche Sportlerin Trainerin wird. Ich werde sie unterstützen und freue mich, dass sie sich Inzell für ihre Ausbildung ausgesucht hat." Wie genau das alles ablaufen wird, das wird sich in den kommenden Wochen zeigen. "Ich werde die Trainingsgruppen begleiten. Mich interessieren alle Leistungsgruppen, von jung bis alt", erklärt sie.

Wohlfühlfaktor ist in Inzell groß

Mit ihrer Entscheidung kommt Wolf auch dem Wunsch des neuen Sportdirektors Robert Bartko nach, er hat sich gewünscht, dass ehemalige Sportler sich als Trainer in den deutschen Eisschnelllaufsport einbringen sollen. "Ich habe nach Olympia in Sotschi gesehen, dass sich im Verband was bewegt und etwas verändert. Ich wollte ein Teil davon sein und was dazu beitragen. Dass es als Trainerin sein würde, hätte ich zunächst nicht gedacht", gibt sie zu und meint: "Ich werden den Verband gerne weiter helfen." Mittlerweile hat sie auf dem Inzeller Eis bereits einige Trainingseinheiten mit jungen Sportlern hinter sich und auch von Bürgermeister Johann Egger ist sie schon begrüßt worden."Ich komme aus der Großstadt, hier in Inzell ist die Lebensqualität eine ganz andere. Ich muss mich sicher umgewöhnen, aber hier hat man ganz andere Möglichkeiten", meint sie zufrieden. 

Pressemitteilung Siegi Huber

Quelle: rosenheim24.de

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