Erstmals vier Frauen bei 100-Meilen-Lauf im Ziel

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Die erstplatzierten auf 100 km: Christian Dörr, Alois Hundseder und Johannes Betzelbacher

Ruhpolding - Bei bestem Wetter startete der Chiemgauer 100 Lauf bei Ruhpolding am vergangenen Freitag. Doch trotz des aufziehender Regenwolken schlugen sich die Läufer wacker:

Rudi Döhnert pulverisiert den Streckenrekord über 100 Meilen und 7500 Höhenmeter. Er erreicht das Ziel in Ruhpolding in 21:28 Stunden und ist damit mehr als eine Stunde schneller als der bestehende Rekord. Auch der Gesamtzweite, Tom Wagner vom Team Salomon bleibt bei guten Bedingungen in 22:41 noch zwei Minuten unter der alten Bestmarke (22:43, erzielt im Jahr 2008). Dritter wird Horst Raber in 25:05.

Erstmals kamen auch drei Frauen über die 100 Meilen ans Ziel, und verdoppeln die Zahl der jemals über diese Strecke erfolgreichen von zwei auf vier. Hinter der Siegerin Nicole Kresse (30:07) platzierten sich Katrin Zaglauer (31:33) und Anke Drescher (32:31), die schon zum 6. mal in Ruhpolding erfolgreich ins Ziel kam. Bei den Damen blieb jedoch die Bestmarke von Iris Dillinger aus Traunstein (27:33, erzielt im Jahr 2010) ungefährdet. Von insgesamt 55 über 100 Meilen gestarteten Teilnehmern erreichten 21 das Ziel innerhalb des Zeitlimits von 33 Stunden, 5 weitere wählten die Verkürzungsoption auf 141 km.

Auf der 100 km Strecke lautet zum 10-jährigen Jubiläum des Laufes der Name des strahlenden Siegers Alois Hundseder aus St. Georgen. Im letzten Jahr noch wegen eines Ermüdungsbruches der Zehe auf den 3. Platz zurückgefallen, lief er dieses Jahr in 11:45 einen souveränen Start-Ziel Sieg heraus. Auf den Plätzen folgen Andreas Betzelbacher (12:05) und Christian Dörr (12:22). Bei den Frauen überraschte Lue Tombo Baastrup aus Dänemark bei ihrem ersten alpinen Lauf in einer Zeit von 15:52 mit Platz 1 das kleine Teilnehmerinnenfeld. Ex aequo auf Platz 2 finishten Ulrike Greif und Diana Güntner in 17:13. Uli Großmann vom SC Eisenärzt (6. Platz in 28:15) erreichte als einziger Läufer bei allen 10 bisherigen Auflagen des Chiemgauer 100ers das Ziel, meist sogar auf der ganz langen 100 Meilen Strecke und wurde dafür mit einem Sonderpreis geehrt.

Rennverlauf: Bei warmen Temperaturen waren die 100 Meilen Läufer am Freitag Nachmittag gestartet, 7 Starter mussten der Wärme und der schwierigen Strecke über Zinnkopf und Teisenberg Tribut zollen und gaben bis km 50 auf. Der Rest lief bei sehr guten äußeren Bedingungen durch die Nacht und erreichte am Morgen die Halbzeit in Ruhpolding. 22 Teilnehmer sahen sich in der Lage von hier weiterzulaufen. Um 5:00 erfolgte der Start der 100km Läufer, bei denen, nach vielen kurzfristigen Absagen, 82 auf die Strecke gingen. Sie machten sich nun an die Verfolgung der 100 Meilen Läufer, die auf den letzten 90 km die identische Strecke wie die 100 km Läufer zurücklegen.

Bei warmen, aber insgesamt guten Bedingungen verlief das Rennen zunächst reibungslos, bis Wolken aufzogen und nach ein paar ersten Regentropfen am Nachmittag zwei Stunden später alle von einem heftigen Regenschauer heimgesucht wurden. Ihrer Eigenverantwortung im Gebirge bewusst, waren alle gut mit Regenkleidung ausgerüstet, so dass sie halbwegs geschützt die Gewittergefahr außerhalb der exponierten Stellen abwarten bzw. umdrehen konnten, oder die offizielle Verkürzungsoption auf 80 km bzw. 141 km wählten. Es fanden sich sogar freundliche Anwohner, die einigen kurzfristig in ihrem Privathaus vor dem Unwetter Schutz gaben! Vielen Dank!

Dieser gilt auch den Almen, Gasthäusern und Anliegern entlang der Strecke für ihre unkomplizierte Unterstützung. Trotz dieser Wettereskapade waren die Läufer wieder begeistert von der Strecke und der freundlichen Betreuung durch die insgesamt ca. 70 ehrenamtlichen Helfer und viele wollen, sei es zum Urlaub, sei es zu einer 11. Austragung, im nächsten Jahr wieder mit ihren Familien in die Region kommen. Das Verhalten der Teilnehmer auf der Strecke kann wieder als vorbildlich bezeichnet werden. Das Kontrollstellenpersonal, das noch am gleichen Tag die meisten Markierungen wieder entfernt hat, musste keinerlei Spuren der Läufer beseitigen. Das Rennwochenende fand seinen Abschluss am Sonntagmorgen bei einer kleinen Siegerehrung, bei der die Erstplatzierten und alle 5 mal und 10 mal Finisher eine Trophäe erhielten, unter allen Teilnehmern, die mindestens 100 km zurückgelegt haben, wurden wertvolle Sachpreise von den Firmen Salomon und Intersport Praxenthaler Traunstein verlost.

Weitere heimische Läufer: 100 km: Thomas Sporer Oberaudorf (10. / 14:15), Martin Stahala Stephanskirchen (29. / 17:32) 80 km (ohne Wertung): Martin Miguel Steinack Tacherting, 11:42, Daniel Peyerl, TG Salzachtal 12:56, Christian Richter, TUS Kienberg 14:24, Klaus Gadhammer Rechtmehring 15:17.

Pressemitteilung SV Ruhpolding

Quelle: rosenheim24.de

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