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Neuer Trainer bereitet Biathlon-Damen vor

Vorfreude auf Heim-WM: Denise Herrmann blickt zuversichtlich auf die kommende Saison

Biathlon-Olympiasiegerin Denise Herrmann freut sich auf die kommende Saison.
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Biathlon-Olympiasiegerin Denise Herrmann freut sich auf die kommende Saison.

Die Frage stand im Raum, doch Olympiasiegerin Denise Herrmann hat sich gegen den Rücktritt aus dem Leistungssport entschieden. Mit einem neuen Biathlon-Trainer soll nun die Heim-WM angegangen werden, auf die sich Herrmann besonders freut, wie sie in einem Interview verriet.

Bischofswiesen – „Ich habe nach wie vor großen Spaß am Biathlon“, gibt Denise Hermmann im Rahmen des Sportfördergruppentages in Bischofswiesen/Strub zu. Die Goldmedaillengewinnerin im Biathlon-Einzel in Peking denkt deshalb noch nicht daran, ihre Sportler-Karriere an den Nagel zu hängen. Wie viel ihr ein Treffen mit dem Bundespräsidenten bedeutet, und wie sie gerade ihre Zukunft plant, verriet Herrmann in einem Interview.

Die Frage stand im Raum, ob Sie nach Ihrem Olympiasieg weiter machen oder Ihre Karriere beenden. Wie kam es nun zu der Entscheidung einer Fortsetzung?

Denise Herrmann: Für mich stellte sich die Frage in der Intensität gar nicht. Der Olympiaflow war schon groß und viele haben wohl geglaubt, dass ich nach dem Karrierehöhepunkt aufhöre. Doch es steht eine Heim-Weltmeisterschaft vor der Tür und solange ich gesund bin, will ich auch weiter Hochleistungssport machen. Ich habe nach wie vor großen Spaß am Biathlon, dem Training und der ganzen Atmosphäre.

Kürzlich war die Ehrung beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Von dort sind Sie mit einem „kompletten Medaillensatz“ nach Hause gekommen. Gold und Bronze bei Olympia und nun das ‚Silberne Lorbeerblatt‘ als höchste Auszeichnung für einen Sportler.

Herrmann: Das bedeutet mir sehr viel, denn dadurch werden die Leistungen jedes Einzelnen gewürdigt. Mit einer eigenen Einladung zum Bundespräsidenten, wodurch jeder eine gewisse Wertschätzung erfährt und die Erfolge gewürdigt werden, wird der Stellenwert des Sports in Deutschland bestätigt. Zudem ist es sehr schön, sich mit anderen Sportlern, unter anderem den Paralympics, zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.

Wie waren Ihre Erfahrungen bei den Olympischen Spielen in Peking?

Herrmann: Es ist kein Vergleich mit vorangegangenen Spielen. Im Vorfeld gab es ja viel Kritik und die Corona-Situation machte das Ganze bestimmt nicht einfacher. Aber als Sportler hat man lange auf dieses Ereignis hin trainiert und muss versuchen das Ganze auszublenden. Der Sport ist unser täglich Brot und du musst vom Kopf her bereit sein, deine Leistung abzurufen. Die Anlagen waren ausgezeichnet und auch wenn ich in der Weltcupsaison im Vorfeld nicht vollauf überzeugen konnte, war ich bei Olympia sehr fokussiert und das Ergebnis war dann schon richtig zufriedenstellend.

„Ich wusste, was ich kann“

Wie sind Sie das Rennen angegangen? Der Schießstand war ja nicht ganz einfach.

Herrmann: Die Erwartungshaltung bei der Öffentlichkeit war nicht so groß, deshalb hatte ich nicht den großen Druck. Den habe ich mir selber auch nicht gemacht, wusste aber, was ich kann. Mein Gefühl war gut, denn schon in Antholz beim letzten Rennen vor Olympia ist mir eine Podestplatzierung gelungen. In Peking war ich mit Startnummer acht schon früh dran und konnte mein Rennen selbst einteilen. Bei dem nicht ganz einfachen Schießstand lief es mit anfangs dreimal Null ganz gut, ehe ich beim letzten Schießen eine Scheibe nicht getroffen habe und dann richtig Gas geben musste. Im Ziel kam das lange Warten. Das ist schon ein richtig schönes Gefühl, bei Olympia ganz oben zu stehen.

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Jetzt kommt mit dem Norweger Sverre Olsbu Røiseland ein neuer Trainer für die deutschen Damen. Wie stehen Sie dem gegenüber?

Herrmann: Ich sehe das ganze positiv, denn mit neuen Personen kommt auch ein neuer Input. Natürlich wird es eine gewisse Umstellung, doch wir verfolgen ein gemeinsames Ziel. Und wer sich im Biathlon auskennt, weiß, dass Norwegen eine der führenden Nationen in unserem Sport ist – auch deshalb wird es bestimmt gut und spannend.

Was sind Ihre Pläne nach der Karriere? Werden Sie dem Biathlon erhalten bleiben?

Herrmann: Im Herbst werden mein langjähriger Freund Thomas Wick und ich heiraten und im nächsten Jahr ein Haus in Ruhpolding bauen. Solange ich gesund und fit bleibe, werde ich eventuell noch weiter Biathlon betreiben. Einen Trainerjob kann ich mir vorerst einmal nicht vorstellen, möchte aber meine Erfahrungen jungen Menschen in anderer Weise weitergeben.

Ihr Arbeitgeber ist die Bundeswehr, Sie sind Hauptfeldwebel bei der Sportfördergruppe in Bischofswiesen.

Herrmann: Seit 2009 bin ich bei der Bundeswehr und ich habe alle Möglichkeiten, den Biathlonsport professionell zu betreiben. Die Absicherung durch den Berufsförderungsdienst (BFD) ist ausgezeichnet und wir haben die Möglichkeit, uns auch während der Bundeswehrzeit weiterzubilden. Ich bin hier sehr gut aufgehoben.

Interview: wet

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