Neue Trainerspitze und weitere Transfer-Coups 

Wasserburger Basketball-Damen: Die Suche nach Identifikation 

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Im Wasserburger Basketball-Team bewegt sich etwas in punkto Neuerungen. 
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Wasserburg - Verstärkt auf junge, deutsche Nachwuchsspielerinnen setzen, mit denen sich die Fans identifizieren können und Wasserburg wieder zu einer attraktiven Adresse im deutschen Damen-Basketball machen - das ist das vorrangige Ziel des Teams, das sich aktuell im Wandel befindet. 

Es war der Transfer-Coup Ende Juli: Die 26-jährige Nationalspielerin Svenja Brunckhorst kehrt mit der Unterzeichnung ihres Vertrags bei den Wasserburger Damen in die Heimat zurück. Vor zwei Jahren verließ die Basketballerin die Innstadt, um im Ausland Profi-Erfahrung zu sammeln. Nun ist dieLeistungsträgerin und Identifikationsfigur wieder zurück.

Stichwort Identifikation ... 

"Svenni", wie sie genannt wird, bleibt wohl nicht der einzige Transfer-Coup: "In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere Spielerinnen folgen, mit denen wir uns schon in Vertragsgesprächen befinden", verrät Gaby Brei, die zwar die Abteilungsleitung im Frühjahr diesen Jahres an Regina Mittermair abgegeben hat, dem Verein jedoch noch als sportliche Leitung sowie in einer beratenden Funktion zur Seite steht

Drei Amerikanerinnen sollen es auf jeden Fall werden. Eine davon sei laut Brei eine Aufbau-Spielerin, die gemeinsam mit Brunkhorst eine gute Position spielen soll. Eine weitere Überraschung soll als Nachwuchsspielerin direkt aus der Uni kommen. Unter anderem sei die 26-jährige Amerikanerin Jennifer Schlott im Gespräch. 

Allgemein befinde sich das Team der Basketballerinnen im Umbruch. Das neue Konzept setze unter anderem gezielt auf junge, deutsche Spielerinnen mit Potential. Brei erklärt dazu: "Diana Popp oder Wanda Guyton beispielsweise waren sehr wichtige Spielerinnen für uns, nutzten aber das Wasserburger Team mehr als letzte Station ihrer Karriere."

Weil Anna Heise den Wasserburgern abgesagt hat, sucht der Verein Ersatz. "Uns ist es wichtig, deutsche Nachwuchsspielerinnen ins Boot zu holen", betont Brei. "Wir setzen spätestens seit der Rückkehr Brunckhorsts verstärkt auf Identifikation. Die Spielerinnen sollen sich mit den Zuschauern und Sponsoren unterhalten und verständigen können. "  

Meistertitel zweitrangig

Ebenfalls neu ist eine weibliche Führungsspitze an der zweiköpfigen Trainerfront, nachdem man sich bereits vor längerer Zeit von den beiden Ex-Trainern, Georg Eichler und Nikolay Gospodinov, getrennt habe: Coco Corinna Kollarovics, die die Mannschaft bereits letzte Saison betreut hat, wird neue Co-Trainerin. Der Name des Haupt-Coaches werde laut Brei bald verkündet. Sie sei eine "vernünftige und nette, wenn auch noch unerfahrene Trainerin, aber möglicherweise tut gerade das der Mannschaft gut". 

"Das Handwerk", so Brei weiter, "beherrschen alle Trainer. Sie wissen, wie der Wurf funktioniert oder was die Verteidigung machen muss. Die wahre Kunst eines jeden Coaches aber ist, das Beste aus jeder Spielerin herauszuholen und die Mannschaft zu einer Einheit zu bringen. Darauf kommt es an." 

Und der Meistertitel? "Der ist aktuell mehr zweitrangig und nicht mehr das primäre Ziel", erklärt Brei abschließend. "Wir wollen unseren Kader gezielt mit Nachwuchskräften verstärken, neu aufbauen und uns wieder identifizieren können. Wir haben schon oft gehört von Fans und Zuschauern, dass wir nicht immer Deutscher Meister werden müssen - wir haben eben auch schon einige Titel nach Hause gebracht. Und wer weiß, was in dem neuen Team an verstecktem Potential steckt - vielleicht kommt ein Titel doch wieder schneller als man denkt." 

mb

Quelle: rosenheim24.de

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