Investoren bei „Höhle der Löwen“ entzückt

Nach heftiger Kritik: Kufsteiner sorgt mit Riesenhuhn und veganem „Ei-Ersatz“ für Ekstase in VOX-Show

Die Investoren Judith Williams und Dr. Georg Kofler nehmen den veganen Ei-Ersatz „MyEy“ von Christian Geiser (l.) genau unter die Lupe.
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Die Investoren Judith Williams und Dr. Georg Kofler nehmen den veganen Ei-Ersatz „MyEy“ von Christian Geiser (l.) genau unter die Lupe.

Chris Geiser aus Kufstein sorgte am Dienstag, 19. April, mit seinem Auftritt bei der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ für großes Aufsehen. Während es zu Beginn noch Kritik für seine Erfindung hagelte, wollten wenig später fast alle Anleger in seine Idee Geld investieren.

Da staunten die Löwen nicht schlecht, als Chris Geiser mit seinem Riesenhuhn „Heidi“ in das Vox-Studio stolzierte und seinen veganen Ei-Ersatz vorstellte. „Das ist Superhenne Heidi, und ich bin der Erfinder von ,MyEy‘. Heidi hat lange als Eierlegemaschine gearbeitet. Dank mir hat Heidi nun Urlaub. Um noch mehr Hühner weltweit in den Ruhestand zu schicken, biete ich 15 Prozent Unternehmensanteile für 150.000 Euro“, erzählte der Tiroler Konditormeister.

Veganer „Ei-Ersatz“ aus Kufstein

Der 50-Jährige bereitet schon seit zwei Jahrzehnten vegane Spezialitäten zu und eröffnete 1999 Europas erste vegane Vollwert-Konditorei. „Um noch mehr Menschen zu erreichen, tourte ich mit meinen Koch- und Backshows durch die Welt“, so der überzeugte Veganer. Mit seiner größten veganen Sachertorte und der längsten veganen Schokorolle erzielte er Weltrekorde.

Nun will der Konditor und Bäcker mit seiner Produktpalette MyEy Eygelb, MyEy Eyweiß und das MyEy Volley das Backen revolutionieren. „Ey like it vegan“ - das hat sich Chris Geiser auf die Fahne geschrieben. MyEy ist ein veganer Eiersatz, der in Bezug auf Geschmack, Farbe und Aufschlagfähigkeit dem Original sehr nahekommt. Ob veganes Spiegelei oder Süßspeisen wie vegane Crêpes, Mousse au Chocolat und Macarons - nichts scheint mehr unmöglich.

Auf Harsche Kritik folgt pure Begeisterung

Wobei die Löwen bei der Verkostung des Spiegeleis noch etwas skeptisch reagierten. „Die Konsistenz war sehr matschig weich. Das hat mir nicht gefallen. Der Geschmack erinnert mich so gar nicht an ein Ei“, bemängelte zum Beispiel Nils Glagau (45). Doch dann folgten die Süßspeisen und plötzlich waren die Investoren hellauf begeistert. Georg Kofler (63) kam aus dem Schwärmen kaum noch heraus: „Die Macarons sind ganz groß!“

Und das Beste aus Sicht der Löwen kam erst noch. Denn Geiser hat ein „Patent auf veganen Ei-Ersatz, der aufschlagbar ist.“ Kurzer Hand schlossen sich Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel zusammen und boten dem Kufsteiner „300.000 Euro, möchten dafür aber 30 Prozent, damit wir als Einzel-Löwen dasselbe haben.“ Doch da hatten Maschmeyer und Dümmel die Rechnung ohne Glagau gemacht. Auch der 45-Jährige wollte den veganen Koch unbedingt unterstützen und bot ihm die gewünschten 150.000 Euro für 15 Prozent Unternehmensanteile. Nach kurzer Meditation verkündete Geiser seine Entscheidung: „Alle von euch sind open minded für Sachen, die unseren Planeten verbessern. Im Gesamten ist es am besten, dass ich bei Nils zuschlage. Danke für den Deal!“

Der Ei-Ersatz besteht übrigens aus einer Mischung von pflanzlichen Proteinen, Johannisbeerkrautmehl und einer Auswahl an Mineralsalzen und Gewürzen.

mz

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