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"Ein Mensch, den ich bewundere"

Müller-Hohenstein gibt Hoeneß Rückendeckung

Katrin Müller-Hohenstein
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ZDF-Sportstudio-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein verteidigte Uli Hoeneß bei Maybrit Illner entschlossen.

München - In der Steuer-Affäre um Uli Hoeneß wenden sich viele vom FCB-Präsidenten ab. ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein kann das nicht verstehen. Beim TV-Talk von Maybrit Illner verteidigte sie den Manager.

Alle reden über Uli Hoeneß, auch Maybrit Illner. Unter dem Motto "Hoeneß und sein Bankgeheimnis – wer stoppt die Steuersünder“ wurde am Donnerstagabend über den gestrauchelten Präsidenten des FC Bayern diskutiert. Mit dabei: die Moderatorin des ZDF-Sportstudios, Katrin Müller-Hohenstein. Die Entschlossenheit, mit der sie Hoeneß verteidigte, sorgte bei manchem Gesprächsteilnehmer für Verblüffung.

Mit dem "Vorbild a.D." beschäftigten sich neben der Sport-Expertin auch Jürgen Trittin, Fraktionschef und Spitzenkandidat der Grünen, Wolfgang Bosbach (CDU), Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, SZ-Journalist Hans Leyendecker, der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel und Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter.

Neben den rechtlichen Aspekten ging es auch um den tiefen moralischen Fall des FCB-Präsidenten, und in dieser Beziehung stellte sich Katrin Müller-Hohenstein voll hinter den Manager: Die Sportstudio-Moderatorin weigerte sich, "den Stab über Hoeneß zu brechen". Sie könne nicht verstehen, "warum sich jetzt alle von ihm abwenden, auch in der Politik", so die 47-Jährige und erklärte deutlich, Hoeneß' karitatives und soziales Engagement machten ihn zu einem "Menschen, den sie bewundere". Diese Aussage konnte Jürgen Trittin nicht einfach so im Raume stehen lassen. Der Grünen-Politiker betonte, Steuerhinterziehung sei kriminell. Er störe sich auch an der "Verharmlosung" durch den Begriff "Steuersünder" - es seien "Steuerbetrüger", betonte Trittin.

Noch einmal wurden bei Maybrit Illner die bisher bekannten Details des Falles zusammengefasst. Die Selbstanzeige des 61-Jährigen gab Anlass zur Frage, wie man das deutsche Steuersystem für alle gerechter gestalten könne. Hoeneß hatte auf das Steuerabkommen mit der Schweiz gesetzt und sich verzockt. Seine Spieler-Mentalität sei der Grund gewesen, warum der Präsident des FC Bayern mit den markigen Sprüchen Wasser predigte und Wein trank, vermutete Journalist Leyendecker. CDU-Mann Bosbach tippte eher auf Gier.

Hoeneß' Steuerbetrug sei kein Einzelfall, sondern ein "Massenphänomen", so Trittin. Doch die Zeiten für Steuerbetrüger werden härter, da waren sich schlussendlich alle einig.

hn

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