Bei 4000 Euro wurde es peinlich

„Wer wird Millionär?“: Literaturstudentin scheitert an Deutsch-Frage

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Hand-und Haarmodel Sarah Bodewig blamierte sich bei Günther Jauch.

Köln - Wenn man als Literaturstudentin an einer Deutsch-Frage scheitert, kann es schnell peinlich werden. Das musste auch Kandidatin Sarah Bodewig bei „Wer wird Millionär?“ erleben.

Selten vergeht eine Folge von „Wer wird Millionär?“, bei der nicht einer der Kandidaten irgendwie besonders auffällt. Am vergangenen Montag war das Sarah Bodewig. Die 31-Jährige ist Literaturstudentin an der Uni Köln. Weil sie davon nicht leben kann, arbeitet sie nebenbei als Hand- und Haarmodel. Mit ihren schönen Händen und schwarzen Haaren konnte sie sich schon Aufträge für namhafte Kunden wie Melitta, Netto oder Aldi sichern - an dieser Stelle halte man fest: Auch der diesjährige „Bachelor“, Sebastian Pannek arbeitete schon als Aldi-Model. Scheint, als seien diese prädestiniert für TV-Shows auf RTL.

Leider macht das Model-Sein einen Menschen nicht allwissend und so stolperte Literaturstudentin Sarah bei der 4000-Euro-Hürde ausgerechnet über eine Deutsch-Frage, die da lautete: Wobei handelt es sich um ein Verb? A: genügsam B: anspruchslos C: bescheiden D: spartanisch.

Für alle, die gerade ebenso auf dem Schlauch stehen wie Wallemähne Sarah: „bescheiden“ kann zwei Bedeutungen haben. Zum einen bedeutet „sich bescheiden“, sich mit etwas zufrieden zu geben, oder aber - in Bezug auf eine andere Person - dass man jemandem etwas zu Teil werden lässt, beziehungsweise etwas anerkennt. Doch die Dame mit den schönen Händen war wohl etwas aufgeregt und meinte: „Ich überlege gerade, weil das ja eigentlich alles Adjektive sind.“

Jauch ärgert Kandidatin: „Wissen Sie denn, was ein Verb ist?“

Moderator Günther Jauch amüsierte sich über die Ahnungslosigkeit seiner Kandidatin. „Wissen Sie denn, was ein Verb ist? Ein Tu-Wort“, versuchte er ihr schließlich auf die Sprünge zu helfen. Doch Sarah Bodewig war bereits zu verwirrt, um den Hinweis wahrzunehmen und wählte für die simple Frage ausgerechnet den wertvollen Zusatzjoker. Ein älterer Herr durfte ran. Der war sogar mal Gymnasiallehrer und erklärte Ex-Waldorfschülerin Sarah die Welt. Antwort C sei richtig. Na so ein Glück.

Dennoch unsicher loggte Sarah Bodewig die Antwort ein und kam eine Runde weiter. Als sie später bei der 32.000-Euro-Frage aufgab, konnte Moderator Günther Jauch es allerdings nicht lassen, noch einmal auf der Deutsch-Unwissenheit seiner Kandidatin herumzuhacken: „Ich darf Ihnen sagen: Sie müssen sich dann mit 16.000 Euro besc heiden.“

Doch damit gab sich das Hände-Model zufrieden. Zwar verdient sie mit ihren Model-Jobs etwa 250 Euro am Tag, doch nicht oft genug, als dass sie davon leben könnte. Warum ausgerechnet ihre Hände und Haare so besonders sind, weiß sie übrigens auch nicht.  „Das weiß ich nicht, das wissen nur die Experten“, sagte sie. Es gibt doch auch wirklich für alles Experten. Aber eines steht fest: Eine Deutsch-Expertin wird aus der schönen Sarah wohl nicht mehr werden.

Günther Jauch dürfte ihr den Patzer aber leicht verzeihen. Schließlich ist sie nicht die erste Kandidatin, die bei einer eigentlich leichten Frage hängen bleibt. Und auch der Nerv-Faktor war bei einigen Kandidaten schon deutlich schlimmer. Immerhin durfte Jauch diesmal die komplette Sende-Zeit auf seinem Stuhl verbringen. Im kürzlich gesendeten Faschings-Special hatte er sich noch von einem jecken Kandidaten durch Studio tragen lassen müssen.

kah

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