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Umstellung auf Wiederholungsmodell

ZDF will Kultur-Kanal Sparmaßnahmen opfern

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ZDF-Intendant Thomas Bellut hat angeboten, den Digitalkanal ZDFkultur in seiner jetzigen Form einzustellen.

Mainz - Als alternativlos hat ZDF-Intendant Thomas Bellut sein Sparprogramm bezeichnet und harte Einschnitte angekündigt. Nun macht er Ernst und stellt einen seiner drei Digitalkanäle zur Disposition.

Der digitale Spartenkanal ZDFkultur soll aus Spargründen eingestellt werden. Einen entsprechenden Vorschlag wolle Intendant Thomas Bellut dem ZDF-Fernsehrat und den Bundesländern machen, teilte der Sender am Freitag in Mainz mit.

Die von der Politik geforderte Beitragsstabilität zwinge das ZDF zu Sparmaßnahmen, wurde Bellut zitiert. So rasch wie möglich soll ZDFkultur auf ein Wiederholungs- und Schleifenmodell umgestellt werden. Der Etat von ZDFkultur betrug den Angaben zufolge vergangenes Jahr 18 Millionen Euro.

Das ZDF muss auf Druck der Kontrollkommission KEF bis 2016 bis 75 Millionen Euro sparen und hat deshalb auch bereits angekündigt, insgesamt bis zu 400 Vollzeit-Stellen streichen zu wollen.

Der Marktanteil des im Mai 2011 gestarteten Kultur-Spartenkanals lag laut ZDF zuletzt bei 0,1 Prozent. Die beiden anderen Digitalangebote ZDFneo und ZDFinfo erreichten dagegen 0,8 und 0,5 Prozent.

ZDFkultur wollte mit Konzertübertragungen von großen Festivals, Indie-, Pop-, und Rock-Abenden sowie Sendungen unter anderen mit den Moderatorinnen Katrin Bauerfeind und Charlotte Roche eine Stimme der Jugendkultur sein. Von der "Versöhnung zwischen Feuilleton und Popkultur" war zum Start die Rede.

Für einige Programmformate gibt es der Mitteilung zufolge Hoffnung: ZDFneo und 3sat sollen sie übernehmen. Um welche es sich dabei handeln könnte, sei aber noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher. Zunächst müsse die Entscheidung über die Einstellung getroffen werden, dann werde über Inhalte gesprochen.

Als weitere Sparmaßnahme will das ZDF die bis vor kurzem von Guido Knopp geleitete Redaktion Zeitgeschichte mit der "Terra X"-Redaktion zusammenlegen. Gleiches gelte für die Redaktionen der Sendungen "Volle Kanne - Service täglich" und "WISO".

dpa