Ausbau A8 – Bürger setzen Grenzen

Standstreifen, Lärmschutz und Tempolimit für A8

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Landkreis - Viele Projekte stehen momentan bei Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf der Tagesordnung. Die Initiative Ausbau A8 - Bürger setzen Grenzen fordert Maßnahmen wie in Österreich.

Die Diskussion zur Verkehrsverflechtungsprognose bis zum Jahre 2030 stand bei der kürzlich abgehaltenen Vorstandssitzung der landkreisübergreifenden Bürgerinitiative Ausbau A8 - Bürger setzen Grenzen auf der Tagesordnung. Die Studie unterstütze deren Vorstellungen, erklärt Sprecherin Marlis Neuhierl-Huber, „Diese fordert mit Nachdruck den vorrangigen Ausbau der Schienenwege und sieht für die A8-Ost den Anbau von Standstreifen und effektivem Lärmschutz als unverzichtbar an, aber lehnt einen überdimensionierten Ausbau mit sechs Fahrspuren und zwei Standstreifen aufgrund des begrenzten Verkehrsaufkommens klar ab.“

In der Prognose wird auch die Auffassung der Bürgerinitiative bestätigt, dass viele Vorhaben des Bundesverkehrswegeplans 2003 wegen leerer Staatskassen nicht realisiert werden können: „Nach derzeitiger Finanzierungslage ist es sogar eher wahrscheinlich, dass nur ein Teil der geplanten Maßnahmen tatsächlich bis 2030 fertiggestellt werden kann.“ (Quelle: Verkehrsverflechtungsprognose 2030, Schlussbericht) Die Prognose wurde noch unter Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in Auftrag gegeben. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat sie kürzlich vorgestellt. 

Darin werden für unsere Region als besonders bedeutsam der Neubau der A94 München-Simbach und die Erweiterung der A8 von vier auf sechs Spuren von Karlsruhe über Stuttgart und Ulm bis München genannt. Als ein in „seiner verkehrlichen Wirkung markantes Projekt“ wird der Ausbau der Bahnlinie München-Mühldorf-Salzburg bis 2030 betont. 

Dem sechsstreifigen Ausbau der A8 von Rosenheim bis zur Landesgrenze hingegen wird offensichtlich weniger Bedeutung beigemessen, da er in dieser Liste nicht aufgeführt ist. „Es wäre wünschenswert, wenn endlich erkannt werden würde, dass wir aus Sicherheitsgründen sofort Standstreifen und Lärmschutz verbunden mit einem Tempolimit wie in Österreich brauchen. Was bringt es uns, wenn wir 2027 eine Monsterautobahn hätten, die so gar nicht gebraucht wird“, ärgerte sich Josef Fortner aus Achenmühle. „Das Verkehrsministerium weiß nicht, wo das Geld herkommen soll, um das Straßennetz in Deutschland zu erhalten, aber hier wird ein Projekt vorangetrieben, das jetzt schon über eine Milliarde Euro kosten soll, obwohl mit dem Bau noch nicht einmal begonnen wurde“, fügte Günter Wolf aus Aufham hinzu. 

Da das Bauvorhaben A8-Ost für den neuen Bundesverkehrswegeplan überprüft und neu bewertet wird, wie der Übersicht der laufenden Vorhaben und der für den Bundesverkehrswegeplan 2015 vorgeschlagenen Vorhaben des Bundesverkehrsministeriums vom 20. März 2014 zu entnehmen ist, halten die Vertreter der Bürgerinitiative es nicht für angebracht, dass vor Abschluss dieser Neubewertung ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird.

Pressemitteilung Ausbau A8 - Bürger setzen Grenzen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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