Neuwahlen beim CSU-Kreisverband Rosenheim Land

"Digitalisierung - nicht nur auf Facebook"

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(v.l.) Josef Neiderhell, Christine Domek-Rußwurm, MdL Klaus Stöttner, MdB Daniela Ludwig und Bezirksrat Sebastian Friesinger
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Bad Aibling - Mit über 3.500 Mitgliedern ist Rosenheim Land der größte CSU Kreisverband in Bayern. Am Montag Abend wählte der Verband im Kurhaus seine Vertreter neu. Die Ergebnisse im Detail:

MdL Klaus Stöttner ist der neue alte Kreisvorsitzende des CSU-Kreisverbands Rosenheim Land. Mit insgesamt 210 von 227 abgegebenen Stimmen, und somit 96 Prozent, wurde der vormalige Kreisvorsitzende im Amt bestätigt. Noch deutlicher fiel die Wiederwahl des Schatzmisters aus: Hans Loy, der erste Bürgermeister der Gemeinde Prutting, wurde mit sogar 99 Prozent der gültigen Stimmen wiedergewählt. Bei den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbands rückte Christine Domek-Rußwurm für den nicht mehr angetretenen, ehemaligen Bürgermeisterkandidaten aus Bernau, Christian Hügel, nach.Sebastian Friesinger, Daniela Ludwig und Josef Neiderhell ergänzen auch künftig wieder die Führungsetage.

"Schön, zuhause zu sein"

Nach den Neuwahlen, den Arbeitsberichten von Klaus Stöttner und der Vertretern der Senioren-, Jungen- und Frauen-Union, gewährte die stellvertretende Ministerpräsidentin und Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie Ilse Aigner einen kurzen Einblick in die Zukunftsthemen ihrer Sachgebiete. "Schön, zuhause zu sein", begrüßte die Ministerin dabei ihre ehemaligen und immer noch aktiven Weggefährten aus dem Landkreis Rosenheim. Aigner selbst hatte ihre politische Karriere im Ortsverband Feldkirchen Westerham vor rund 30 Jahren angetreten.

In ihrer Rede kam Ilse Aigner schnell zu dem Thema, dass sie selbst als "sehr wichtig für die Zukunft Bayerns", ansehe, die Digitalisierung. "Das ist nicht nur auf Facebook, das ist schon ein bisserl mehr", stimmte sie ihre Parteikollegen auf die kommenden Herausforderungen ein. So fänden aktuell enorme Umwälzungen in den Strukturen statt, die "quasi über Nacht" komplette Geschäftsmodelle über den Haufen werfen könnten, so die Ministerin. Zusätzlich würden dann der sogenannte "Handel mit den Daten" auch noch in der Geschäftswelt höher bewertet, als es bei den traditionellen Betrieben, die mit "greifbaren Waren" ihr Geschäft betrieben.

Schritt halten, aber wie?

"Besonders im Maschinenbau und der Automobilindustrie ist Bayern super aufgestellt", so Ilse Aigner weiter. Um diese Vorherrschaft jedoch auch in den nächsten 10 bis 15 Jahren gewährleisten zu können, dürfe man sich den neuen Prozessen und Abläufen nicht verschließen. Im Gegenteil: "Wir brauchen diese Schnellboote bei unseren schweren Tankern", versinnbildlichte die Ministerin die Notwendigkeit, auch kleinere Existenzgründer im IT-Bereich finanziell zu unterstützen. Mit dem Zentrum Digitalisierung Bayern und umfangreichen Fördermitteln sollen Gründer nachhaltig das Potential der Digitalisierung erkennen und an ihm wachsen, erklärte Aigner.

Bilder von der Kreisvertreterversammlung mit Ilse Aigner

Ilse Aigner zu Besuch in Bad Aibling

So sieht Staatsministerin Ilse Aigner vor, bis 2020 insgesamt 1.000 neue IT-Gründer auf den Weg zu bringen. Neben 1,5 Milliarden Euro für den Breitbandausbau will die Staatsregierung dabei nochmal rund 500 Millionen Euro in das "Know-How" des "Mittelstands von morgen" investieren. Die Stärken der lokalen Industrie sollen weiter ausgebaut werden, von den neuen Techniken wie der fortschreitenden Automation und Vernetzung profitieren und in neue Bereiche, wie beispielsweise die "virtuelle Sicherheit" vorstoßen.

Quelle: rosenheim24.de

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