Pendlerin meldet sich nach Kritik erneut

Endlich gibt's gute Nachrichten zum Meridian

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Landkreis - Anfang Januar schlug der offene Brief einer Pendlerin hohe Wellen, der bei vielen Meridian-Reisenden auf ein bestätigendes Echo traf. Nun hat sich die Frau erneut gemeldet.

Am 8. Januar veröffentlichten wir auf diesem Portal den offenen Brief einer langjährigen Bahn-Pendlerin auf der Strecke Brannenburg-München, die nicht mit dem Namen genannt werden wollte. Zwei Wochen später schickte sie nun wieder eine E-Mail an unsere Redaktion.

In dem offenen Brief von Anfang Januar beklagte sie den Beförderungszustand nach der Übernahme der Strecke durch den Meridian. Mit Sätzen wie: "Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass die BEG die Strecke an Meridian vergeben hat, damit die Fahrgäste regelmäßig im dichten Gedränge stehend zusammengepfercht irgendwie und irgendwann nach München gekarrt werden" brachte sie die Situation aus Sicht vieler genervter Pendler auf den Punkt.

Aktueller Artikel zum Meridian: 

Wieder flattert ein offener Brief auf den BOB-Tisch

Auch schilderte sie negative Erfahrungen mit dem Meridian-Personal, als sie sich im völlig überfüllten Zug in das 1. Klasse-Abteil setzte und dabei eine Anzeige wegen Schwarzfahrens in Kauf nahm: "Ich blieb also im 1. Klasse-Abteil und gab der Schaffnerin sofort unaufgefordert meinen Ausweis zum Aufnehmen meiner Personalien. Im weiteren Wortwechsel erklärte sie mir dann auch noch, wenn mir die Beförderungsbedingungen bei Meridian nicht passten, könnte ich ja mit Auto oder Taxi nach München fahren. (...) Nachdem die Schaffnerin meine Personalien fertig aufgenommen hatte, gab sie mir trotz mehrmaliger Aufforderung meinen Personalausweis nicht zurück, sondern verschwand damit sogar noch minutenlang im Lokführerstand. Ich zog ihr meinen Ausweis schließlich mit einem schnellen Griff aus den Händen."

Der Brief wurde ausgiebig unter den Usern diskutiert, auf rosenheim24 gab es etwa allein schon über 175 Kommentare, auf chiemgau24 bislang 23 Kommentare. 

Klärendes Gespräch mit der BOB

Nun aber meldete sich die Frau am Dienstagabend erneut per E-Mail - mit guten Nachrichten:  "Ich wollte mit meiner Aktion nicht einen billigen 1.Klasse-Sitzplatz für mich an diesem Tag herausschlagen, sondern habe gehofft, öffentlichen Druck zu Gunsten der Pendler aufbauen zu können. (...) Für mich persönlich hat der ganze Vorfall positiv geendet"

So gab es ein klärendes und konstruktives Gespräch mit Vertretern der Bayerischen Oberlandbahn, man habe ihr zudem "das erhöhte Beförderungsentgelt wegen Schwarzfahrens in der 1.Klasse kulanzhalber erlassen".

Die  Bayerische Eisenbahngesellschaft habe ihr ein ausführliches Schreiben geschickt und darin "zur gegenwärtigen Situation im E-Netz Rosenheim Stellung genommen". Von der politischen Seite kontaktierte sie der CSU-Landtagsabgeordnete aus Traunstein, Klaus Steiner.

Verbesserungen auch beim Zug

Neben all diesen Gesprächen und Stellungnahmen habe sich aber auch die Zugsituation aus ihrer Sicht verbessert: "Der fragliche Morgenzug aus Kufstein (Anmerk. der Red.: Frühzug M79056) fährt seit Montag vergangener Woche als Meridian-Langzug. Jetzt finden auch die in Grafing zusteigenden Reisenden noch Sitzplätze."

Die Bahnpendlerin hofft nun darauf, dass aus den Fehlern für die Zukunft gelernt wird und dass "mein Brief und Ihr Artikel auch dazu beitragen, dass künftige große Streckenausschreibungen, wie etwa die mögliche Ausschreibung der S-Bahn München, für die betroffenen Fahrgäste anders verlaufen als die 'Chaoswochen' beim Meridian."

Quelle: rosenheim24.de

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