"Rückfall in mittelalterliche Situation"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rosenheim - Im Dezember 2013 übernimmt Veolia den regionalen Schienenverkehr. Aber es gibt noch Handlungsbedarf, besonders bei der Anerkennung von Fahrkarten.

Wenn der französische Konzern Veolia im Dezember 2013 den regionalen Schienenverkehr auf den Strecken Rosenheim-Holzkirchen und Salzburg-München übernimmt, darf es nach Ansicht von Landrat Josef Neiderhell nicht zu Problemen bei der Anerkennung von Fahrkarten kommen, unter denen vor allem die Pendler zu leiden hätten. Darin ist sich Neiderhell mit der Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer einig. Beide haben sich bereits an den bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil gewandt und darauf hingewiesen, dass noch Handlungsbedarf besteht.

Lesen Sie auch:

In der jüngsten Sitzung des Kreistags betonte Hans Zagler, einer der beiden Geschäftsführer der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft, (RoVG), es gehe vorwiegend um jene München-Pendler, die im Besitz von Zeitkarten seien, die auch zur Benutzung von Fernzügen berechtigen. Sollten sich Veolia und die Deutsche Bahn, die für den Fernverkehr weiterhin zuständig bleibt, in dieser Frage nicht verständigen, wäre die jetzt bestehende Möglichkeit für Pendler gefährdet, mindestens zweimal pro Stunde von Rosenheim nach München beziehungsweise von München nach Rosenheim zu fahren. Nicht sichergestellt sei derzeit auch die Anerkennung der Tageskarten von Rosenheim nach München/Hauptbahnhof auf der Stammstrecke der S-Bahn, sagte Zagler. Die für die Vergabe des Schienenverkehrs zuständige Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) habe mitgeteilt, die Verpflichtung zu einer weitgehenden Kooperation habe "nicht zwingend" in die Ausschreibung aufgenommen werden können, als über die Vergabe des Regionalverkehrs neu entschieden worden sei.

Neiderhell warnte im Kreistag in diesem Zusammenhang vor einem "Rückfall in eine mittelalterliche Situation" und ließ keinen Zweifel am Bestreben des Landkreises, eine noch engere Anbindung als bisher an den Verkehrsraum München zu erreichen. CSU-Fraktionssprecher Otto Lederer appellierte an den Landrat und die Oberbürgermeisterin, im Bemühen um die Beseitigung der Probleme bei der Anerkennung von Fahrkarten nicht nachzulassen. "Das ist wichtig für Schüler, Pendler und Toruisten. Es wäre ein Unding, wenn wir das nicht schaffen."

Norbert Kotter (Oberbayerisches Volksblatt)

Videos aus dem Archiv:

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser