Eurofighter über Großkarolinenfeld

Piloten zu erahnen: Tieffliegende Jets beunruhigen Anwohner

  • schließen

Großkarolinenfeld - Zwei Flugzeuge sind am Dienstag von Osten her nördlich an Rosenheim vorbeigeflogen. Die Tiefe hat Anwohner irritiert. Doch dafür gibt es eine Erklärung.

Zwei tieffliegende Düsenjäger haben Anwohner in Großkarolinenfeld diese Woche beunruhigt, wie sie der Redaktion mitteilen. Sehr tief seien sie in Richtung München geflogen - so tief, dass man sogar die Piloten habe erahnen können - und dabei sehr laut gewesen.

"Viele von uns waren in dem Augenblick im Garten und wir haben uns direkt danach unterhalten", erzählt eine Anwohnerin. "Selbst eine Frau, die schwerhörig ist und kein Hörgerät hat, musste sich die Ohren zuhalten." Doch was steckt hinter diesen Flügen am Dienstagmittag? Handelt es sich dabei um normale Übungsflüge, wie sie in der Region immer mal wieder vorkommen? Oder steckt etwas anderes dahinter?

Bei der Flugbeobachtung handelt es sich um zwei Luftfahrzeuge der Bundeswehr vom Typ Eurofighter, die im Rahmen des Routineflugbetriebes unterwegs waren, erklärt das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Anfrage von rosenheim24.de.

Die Jets haben sich im Sinkflug befunden und sind daher auf einer Höhe von 500 Fuß über der Erde geflogen, was etwa 150 Metern entspricht. Von Osten her sind sie nördlich an Rosenheim vorbeigeflogen.

Grundsätzlich sei militärischer Flugbetrieb überall in Deutschland zulässig, heißt es weiter. Und auch in niedrigeren Höhen unter 2.000 Fuß möglich - also weniger als 600 Metern über Grund. Dabei müssen die Flugzeuge in der Regel mindestens 1.000 Fuß Flughöhe haben, was etwa 300 Metern entspricht.

Allerdings gibt es ein streng limitiertes Kontingent an Flügen, bei denen diese Höhe unterschritten werden darf. Das wird vom Bundesminister für Verteidigung festgelegt. Wenn davon Gebrauch gemacht wird, liegt die Flughöhe wie bei dem Fall in Großkarolinenfeld bei 500 Fuß, also zirka 150 Metern über Grund.

Wenn Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern überflogen werden, ist eine Mindesthöhe von 2.000 Fuß einzuhalten - also 600 Metern über Grund.

Sehr oft kommen solche Tiefflüge nicht an ein- und derselben Stelle vor. "Militärische Tiefflüge am Tag sind nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden, um diese Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über dem gesamten Luftraum der Bundesrepublik zu verteilen", heißt es vom Luftfahrtamt der Bundeswehr. "Selbstverständlich wird dabei versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen."

Manchmal kommt es aber doch vor, dass Hubschrauber oder Jets am Himmel zu entdecken sind. Auf Dauer ist Fluglärm Stress für den menschlichen Körper.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa/obs/Eurofighter Jagdflugzeug

Zurück zur Übersicht: Großkarolinenfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser