"Woher nehmen, wenn nicht stehlen?"

Die Kommunen im Landkreis: Wer soll das bezahlen?

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Ampfing/Landkreis Mühldorf - Natürlich geht es um das liebe Geld. Die Kommunen im Landkreis haben nämlich ein Problem mit dem sozialen Wohnungsbau. Auf der einen Seite steht die Pflicht, auf der anderen Seite die Ausgaben. 

Gerade die ländlichen Gemeinden stehen vor einem gewaltigen Problem“, erklärt der 1. Vorsitzende des Kreisverbands Mühldorf am Inn des Bayerischen Gemeindetags, Dr. Karl Dürner zum Thema „Sozialer Wohnungsbau im kommunalen Bereich“. Auf der Bürgermeisterversammlung am Montag hat es dazu einen Vortrag gegeben: Es geht um das liebe Geld und um anerkannte Flüchtlinge.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

So könnte man das Problem der ländlichen Gemeinden wohl beschreiben. Günstiger Wohnraum muss her, insbesondere wegen der anerkannten Flüchtlinge. Haben sie die Erlaubnis zur privaten Wohnsitznahme wird es offenbar vielerorts noch enger auf dem Wohnungsmarkt. Die Kommunen stehen in der Pflicht.

Wie schon beim Thema nachhaltiger Siedlungspolitik bedürfe es auch hier, vorausschauend zu handeln, so Dürner. Schließlich gehe es um viel Geld. Konkret ist damit der Mietpreis gemeint, für den Vermieter – also im besten Fall die Kommune – und den Mieter. In einem komplexen System aus gesetzlichen Vorgaben, Fördertöpfen und Verwaltungsstrukturen vor Ort, tat laut Dürner bei vielen seiner Bürgermeisterkollegen Aufklärung Not.

„Möglichkeiten, Perspektiven, Alternativen“

Das war das Motto des Referenten Gerhard Mühlhans von der Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft mbH Mühldorf am Inn (Kreis WOBAU). Er habe aufgezeigt, wie es geht, so Dürner. Unterm Strich laute der Expertentipp: Selber machen. Soll im Endeffekt wohl so viel heißen: 

  • Die Kommunen behalten das Ruder in der Hand, 
  • kassieren die Förderungen für sozialen Wohnungsbau
  • und kassieren statt 4 bis 4,50 bis zu 6 Euro pro Quadratmeter.

Besonderer Bonus: Die Kreis WOBAU kann nach entsprechendem Vertragsabschluss auch die Verwaltung übernehmen. Also: 

  • Förderung für sozialen Wohnungsbau einstreichen, 
  • das Ruder in der Hand behalten,
  • diesen Bereich der Siedlungspolitik nicht dem freien Markt überlassen
  • und alles durch die Kreis WOBAU veralten lassen

Mache laut Dürner unter Strich ein Plus in den Gemeindekassen, so Dürner.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Rolf Vennenbe

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