Ramsauer: A94 wird privat finanziert

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Es hat schon Tradition, dass sich zu Festlichkeiten auf der A94 zahlreiche Befürworter einfinden. Mit Bussen waren Demonstranten aus dem westlichen Landkreis angereist und forderten genügend Geld für den Weiterbau. Das versprach Verkehrsminister Ramsauer, der die noch fehlenden Teile privat finanzieren lassen will.

Mühldorf - Der noch nicht gebaute Abschnitt der Autobahn A94 zwischen Pastetten und Heldenstein soll privat finanziert werden. Das kündigte Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer an.

Polizisten mit Trophäe: Johann Rabl (links) und Konrad Scheibl durften als Erste an der Spitze eines Konvois durch den Tunnel fahren.

Eine private Finanzierung im Rahmen einer Öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) soll 350 Millionen Euro bringen, die der 33 Kilometer lange Abschnitt zwischen Pastetten und Heldenstein kosten wird. "Der schnellstmögliche Weg zum Bau führt über ein ÖPP-Modell", sagte Ramsauer in Ampfing. Seit dem Wochenende war dieses in Deutschland bisher eher selten angewendete Modell im Gespräch (wir berichteten), gestern machte es Ramsauer amtlich. Alle Bedenken seien aufgelöst, die bevorstehende Ausschreibung soll auf Basis des ÖPP-Modells durchgeführt werden. "Dazu muss die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden."

Sie froren tapfer, bevor ihnen die Politprominenz endlich die Scheren abnahm und das weiß-blaue und das schwarz-rot-goldene Band durchschnitt.

Gerhard Eck, Staatssekretär im bayerischen Innenministerium, verwies auf die guten Erfahrungen einer öffentlich-privaten Partnerschaft. auf der A8 bei Augsburg. Dort erhalten die Investoren Anteile aus der Lkw-Maut und können so Gewinn aus ihrer Investition ziehen. Obwohl dieses Modell schon länger für die A94 im Gespräch ist, gab es immer wieder Zweifel, ob die Zahl der Lastwagen ausreicht. Wie am Rande der Eröffnung gestern in Ampfing zu erfahren war, haben sich vor allem die bayerischen Baubehörden mit der Ertragssituation aus einem ÖPP-Model befasst und eine belastbare Berechnung vorgelegt.

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Der 4,3 Kilometer lange Abschnitt hat 70 Millionen Euro gekostet. Autofahrer können ihn allerdings erst heute Abend genießen. Denn heute muss die Autobahndirektion die provisorischen Leitplanken abbauen und die Markierungen der Umleitung ändern. Voraussichtlich ab 16 Uhr steht die Autobahn dann allen zur Verfügung.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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