Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen

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Landkreis - Der Wintermonat Januar lässt die Arbeitslosenquote nach oben klettern. Um mehr als ein Prozent stieg die Quote. Lesen Sie den aktuellen Arbeitsmarktreport:

Das kalte Winterwetter hat dem Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit beschert: die Anzahl der Arbeitslosen ist jahreszeitlich bedingt auf 7.787 angestiegen. Das sind 1.999 Arbeitslose (35 Prozent) mehr als im Dezember.

Gegenüber dem Januar 2011 ist die Arbeitslosigkeit dennoch um neun Prozent (807 Personen) niedriger. 4.444 Personen (Vormonat: 2.783) werden von der Agentur für Arbeit betreut, 3.343 (Vormonat: 3.005) Menschen von den Jobcentern. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,3 Prozent um 1,1 Prozent höher als im Dezember, jedoch deutlich niedriger als im Januar 2011 (4,8 Prozent). „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten ist üblich und überwiegend auf vorrübergehende Entlassungen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe zurückzuführen“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Arbeitsmarktzahlen.

Dass die Arbeitslosigkeit jedoch niedriger ist als vor einem Jahr, erklärt die Agenturchefin wie folgt: „Wie auch im letzten Jahr wurde das Saisonkurzarbeitergeld rege in Anspruch genommen. Bisher haben 213 (Vorjahr: 205) Betriebe aus dem Baugewerbe, dem Dachdeckerhandwerk und dem Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Saisonkurzarbeitergeld für die Schlechtwetterzeit von 01.12.2011 bis 30.03.2012 angemeldet. Damit konnten Kündigungen für insgesamt 1.597 (1.555) Arbeitnehmer vermieden werden. Außerdem ist die konjunkturelle Lage weiterhin so stabil, dass einige Betriebe sogar ganz auf saisonbedingte Entlassungen verzichten können“.

Die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, also die Zu- und Abgänge von Arbeitslosen, stellt sich im Detail wie folgt dar: Im Januar meldeten sich 3.371 Personen arbeitslos, das sind 1.340 (66 Prozent) mehr als im Dezember 2011, aber neun Prozent (324 Personen) weniger als im Januar 2011. Gleichzeitig beendeten 1.378 Personen ihre Arbeitslosigkeit, im Vergleich zum Januar 2011 sind dies um 16 Prozent (263 Personen) weniger.

1.663 Frauen und Männer waren im Januar ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies sind 93 Personen (sechs Prozent) mehr als im Vormonat. Gut zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen (1.262 Personen) waren bei den Jobcentern gemeldet. Gegenüber Januar 2011 ist ein Rückgang um 160 Personen oder neun Prozent festzustellen.

Die Arbeitslosenquote im Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar saisonbedingt auf 2.578 Personen gestiegen, dies sind 564 Personen (28 Prozent) mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist von 3,4 Prozent auf aktuell 4,4 Prozent gestiegen.

Gegenüber dem Januar 2011 ist die Anzahl der Arbeitslosen um 52 Personen (zwei Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 4,5 Prozent. „Die nahezu identische Arbeitslosenquote in den Monaten Januar 2011 und 2012 ist in gewisser Weise Signal der sich kurzzeitig abschwächenden Dynamik im Landkreis Altötting“, so Jutta Müller. Im Januar meldeten sich 1.037 Frauen und Männer arbeitslos, im gleichen Zeitraum konnten 479 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Somit haben sich 29 Menschen (drei Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als im Januar 2011, jedoch konnten 94 Personen weniger (16 Prozent) ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1.451 Arbeitslose waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 1.127 beim Jobcenter.

541 Personen waren im Januar länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind acht Prozent (39 Personen) mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu Januar 2011 sind jedoch fünf Prozent (31 Personen) weniger Langzeitarbeitslose gemeldet. Gut zwei Drittel (355 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.

Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, hat sich – ebenso wie die Gesamtzahl der Arbeitslosen - saisonbedingt erhöht. 851 Ältere (Dezember: 711) waren im Januar arbeitslos gemeldet, dies entspricht einem Anstieg von 20 Prozent (Gesamtanstieg: 28 Prozent). Gegenüber Januar 2011 ist auf Grund der allgemein guten Arbeitsmarktlage und den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit und der Jobcenter ein Rückgang der Arbeitslosigkeit Älterer von 48 Personen (fünf Prozent) festzustellen. Die Älteren stellen jedoch weiterhin einen hohen Anteil (33 Prozent) an der Gesamtarbeitslosigkeit.

Die Arbeitslosenquote im Kreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die Arbeitslosigkeit im Januar saisonbedingt stark gestiegen. Mit 2.503 Arbeitslosen sind gegenüber dem Vormonat 523 Personen (26 Prozent) mehr registriert. Die Arbeitslosenquote ist von 3,4 Prozent im Dezember auf aktuell 4,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist hingegen ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 349 Personen (zwölf Prozent) zu verzeichnen. Im Januar 2011 betrug die Arbeitslosenquote noch 4,9 Prozent. 968 Personen meldeten sich im Januar arbeitslos, dies sind 308 Personen oder 47 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 449 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 66 Personen (13 Prozent) weniger als im Januar 2011.

639 Personen waren im Januar länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind dies um 18 Personen (drei Prozent) mehr, gegenüber Januar 2011 ist jedoch ein Rückgang um 98 Personen oder 13 Prozent zu verzeichnen. Der weitaus überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (536 Personen) wird vom Jobcenter Mühldorf betreut.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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