450 Impfungen wurden durchgeführt

Medizinische Versorgung für Asylbewerber

Landkreis - Der große Flüchtlingszustrom bringt auch einige Arbeit für die Gesundheitsämter mit sich. In Mühldorf wurden bereits rund 450 Asylbewerber geimpft.

Der große Flüchtlingszustrom bringt auch Herausforderungen im Gesundheitsbereich mit sich. Die Behörden des Freistaates Bayern und der Landkreise arbeiten hier Hand in Hand zusammen, damit die Bevölkerung und Asylbewerber bestmöglich vor Infektionskrankheiten geschützt  sind.

Nach aufgetretenen Masernfällen in der Münchner Bayernkaserne wurde für die Zeit bis zum 11. September ein Aufnahme- und Abverlegungsstopp verhängt. Zudem wurde und wird allen Asylbewerbern in der Bayern-Kaserne in München eine Masernschutzimpfung angeboten. Nach Aufhebung des Aufnahme- und Abverlegungsstopps werden wieder Flüchtlinge an die Landkreise verteilt. Vor der Verteilung werden sie gesundheitlich untersucht.

„Alle Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die in den Landkreis Mühldorf a. Inn verlegt werden, sind bereits in der Aufnahmeeinrichtung einer Erstuntersuchung unterzogen worden“, erklärt Dr. Benedikt Steingruber, Leiter des Gesundheitsamtes Mühldorf a. Inn. Bei unvollständigen Erstuntersuchungen wird das Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn aktiv und sorgt dafür, dass die Untersuchungen nachgeholt werden. „Sollten Infektionskrankheiten auftreten, untersuchen wir die betroffenen Personen. Darüber hinaus beraten wir sie über notwendige Schutz- und Desinfektionsmaßnahmen und stehen mit Rat und Tat zur Seite“, so Dr. Steingruber.

Alle zugewiesenen Asylbewerber werden im Landkreis Mühldorf a. Inn vom ersten Tag an medizinisch gut versorgt und betreut. Bei schweren Erkrankungen steht den Asylbewerbern das gute medizinische ambulante und stationäre Versorgungsangebot im Landkreis zur Verfügung. Insbesondere bei Infektionskrankheiten werden sofort alle nötigen Untersuchungen und Behandlungsmaßnahmen durchgeführt.

In Ergänzung dazu besteht auch vom Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn ein Impfangebot. „Auslöser dafür war im November 2013 der Ausbruch von Polio in Syrien“, sagt Dr. Steingruber. „Wir haben daraufhin ein Impfprogramm aufgestellt und allen Asylbewerbern die nötigen Schutzimpfungen angeboten. Die Teilnahme an den Impfungen war und ist sehr gut, seit November 2013 bis jetzt wurden etwa 450 Personen geimpft.“ Zudem wird vom Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn regelmäßig der Hygienestandard der Asylbewerberunterkünfte in Mühldorf und Waldkraiburg überprüft. „Wenn wir hier Mängel erkennen, sorgen wir dafür, dass diese umgehend behoben werden“, so Dr. Steingruber.

Wenn Sie Ihre Impfungen auffrischen möchten oder sich allgemein über Ihren Impfschutz informieren möchten, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder lassen Sie sich vom Gesundheitsamt kostenlos beraten, Tel.: 08631-699 509.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf a. Inn

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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