Diskussionsbedarf um KJR-Zuschuss

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Doppelspitze bestätigt: Stöger (2.v.r.) und Uldahl (1.v.r.).

Mühldorf/Kraiburg - Peter Uldahl und Rainer Stöger bleiben für ein weiteres Jahr die Kreisvorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen.

Beide wurden auf der Jahreshauptversammlung in Kraiburg einstimmig bestätigt.

58 Mitglieder zählt der Grünen-Kreisverband derzeit, 15 waren ins Gasthaus Unterbräu gekommen. Trotz eines leichten Mitgliederzuwachses im vergangenen Jahr wollen Uldahl und Stöger im kommenden Jahr den Fokus klar auf die Mitgliederwerbung richten.

Dann überließen es die beiden den Mitgliedern, Themen für 2012 vorzuschlagen. Kreisrätin Cathrin Henke regte unter anderem einen Gedankenaustausch zur Familienpolitik an. Darüber hinaus wollen die Grünen an einem Infoaband mit Verkehrsausschussmitglied Toni Hofreiter noch einmal ihre Position zum Thema Autabahnbau klar machen. "Es ist schlicht falsch, uns immer als Autobahngegner zu bezeichnen", sagte Uldahl. "Wir sehen in den aktuellen Plänen nur eine völlig falsche Trasse." Weitere Themen, die man aufgreifen will, sind die Ärztesituation auf dem Land, die grüne Gentechnik sowie der Schwerpunkt Ökostrom.

Catharina Henke erinnerte in ihrem Bericht aus dem Kreistag an den Grünen-Antrag zum möglichen Realschulstandort Mühldorf. Immerhin habe inzwischen selbst Landrat Georg Huber die Raumnot in Waldkraiburg und Haag eingeräumt, die geplante Erweiterung in Waldkraiburg ist in den Augen Henkes keine Lösung. Ein Schulentwicklungsgutachten soll nun Klarheit über die Situation in den nächsten Jahren bringen. "Nun müssen wir vor allem auf einen Termin drängen, bis wann die Ergebnisse vorliegen müssen", sagte Henke.

Außerdem ging die Kreisrätin kurz auf die Diskussion um die künftige Finanzierung des Kreisjugendrings (KJR) ein. Dabei wurde deutlich, dass es in diesem Punkt unterschiedliche Auffassungen in der Grünen-Fraktion gibt: Während Dr. Georg Gafus auf der Mitgliederversammlung des KJR seine Unterstützung zugesagt hatte, machte Henke deutlich: "Seit Jahren wussten die Verantwortlichen, dass die Rücklagen zur Neige gehen. Und im Gegensatz zu anderen sozialen Einrichtungen, denen ebenfalls die Zuschüsse gekürzt wurden, hat der KJR einfach nicht darauf reagiert."

Keine Überraschungen ergaben die Neuwahlen: Uldahl und Stöger bleiben Kreissprecher, Sabine Kluge wurde als Schriftführerin und Cathrin Henke als Kassier bestätigt.

ha/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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