Gemeinderat Gars am Inn

Schmutzfracht braucht Pumpschacht-Unterstützung

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Gars – In der jüngsten Gemeinderatssitzung des Marktes Gars am Inn wurde über die aktuelle Situation und eine wichtige Maßnahme im Bereich des Pumpwerks in der Mittergarser Straße in Gars-Bahnhof diskutiert.

Das derzeitige Pumpwerk am Ortsrand von Gars-Bahnhof sei für die aktuelle Leistung gar nicht ausgelegt, erläuterte Bauamtsleiter Enrico Plenz den Gemeinderäten. Es fehle auch an einem Rückstaukanal, so Plenz. Er stellte die beiden Möglichkeiten vor, die in Betracht kommen würden, um einen „Supergau“, wie es Plenz bezeichnete, zu verhindern, falls das Pumpwerk einmal ausfallen würde.

Die Errichtung eines Stauraumkanals ermögliche eine Erleichterung im Bedarfsfall, wenn Arbeiten am Pumpwerk gemacht werden müssten, so Plenz. Von der Realisierung eines Stauraumkanals nicht begeistert gezeigt hatte sich der dortige Grundbesitzer. Das Pumpwerk steht auf dem Areal des Landwirts, der mit dem Entstehen eines Stauraumkanals scheinbar zu große Einschnitte auf seiner Fläche befürchtet. „Außerdem wäre es für die Gemeinden Unterreit und Gars die teuerste Variante“, so Plenz.

Die zweite Möglichkeit wäre der Bau eines zweiten identischen Pumpschachts, der im Bedarfsfall einspringen und die Arbeit des ausgefallenen Pumpschachts übernehmen könnte. Die Gemeinde müsse nicht auf weitere Flächen des Landwirts zurückgreifen, sondern könne die eigenen dort gelegenen Flächen in die Planungen mit einbeziehen. Bürgermeister Norbert Strahllechner informierte, dass zusätzlich zu den Ausgaben der Errichtung eines weiteren Pumpschachts auch die Kiesstraße, die als Zufahrt zum Pumpenwerk gelte, stabilisiert und geteert gehöre.

Der Gemeinde gehört dieser Kiesweg nicht, doch das Fahrtrecht sei geregelt. Im Haushalt beider Kommunen, Unterreit und Gars, seien die Ausgaben bereits berücksichtigt. Anteilsmäßig würden sich beide Gemeinden die Kosten in Höhe von 200.000 Euro  aufteilen. Unterreit müsse deshalb involviert werden, weil Schmutzfracht aus dem Unterreiter Gemeindegebiet, insbesondere von einem großen Unternehmen aus Wang, hierhin transportiert werde. Gars müsse deutlich weniger Kosten tragen als Unterreit, betonte Strahllechner.

Die Gemeinderäte stimmten für die Errichtung des weiteren Pumpschachts, verwiesen jedoch auf die korrekte Kostenverteilung auf die Gemeinden Gars und Unterreit. „Es muss fair ablaufen“, betonte Georg Suittenpointner.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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