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Sechste Turbine geflutet

Durch diesen Laufradmantel fließt das Innwasser und treibt die dahinter liegende Turbine an. Der Leitapparat, das sind die roten Teile, reguliert den Durchfluss.
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Durch diesen Laufradmantel fließt das Innwasser und treibt die dahinter liegende Turbine an. Der Leitapparat, das sind die roten Teile, reguliert den Durchfluss.

Gars - Die Flutung der neuen, sechsten Turbine beim Inn-Kraftwerk bei Gars ist geglückt. Alle Arbeiten liegen damit im Zeitplan. Ab März geht die Turbine in Dauerbetrieb.

So groß war die Überraschung am Donnerstag aber nicht, erklärt Projektleiter Franz Brunnlechner vom Betreiber Verbund vor Ort. Denn man habe vieles in den Tagen zuvor "trocken" geübt. Sicher gebe es immer wieder Überraschungen, aber die seien diesmal ausgeblieben. "Alles ist im grünen Bereich", zeigt sich auch Ingenieur Gerd Ebner vom Ingenieurbüro "Bau + Plan" zufrieden.

Seit den letzten Tagen befindet sich die Turbine schon im Wasser. Jetzt zog ein 140-Tonnen-Kran die fast zehn Tonnen schweren Dammbalken auf der dem Inn aufwärts und der abwärts zugeneigten Seite des Kraftwerks heraus. Nichts hat sich dabei verkantet, als der Kranführer die tonnenschwere Last langsam nach oben zog. Damit steht die Turbine im Inn.

Die eigene Steuerung regelt nun mit einem sogenannten Leitapparat in etwa 15 Metern Tiefe den Wasserdurchfluss von komplett offen bei einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 100 Kubikmeter in der Sekunde bis hin zu null, so dass es im Inneren nur noch tröpfelt, während draußen das Wasser mit hohem Druck ansteht.

Diese Steuerung arbeitet hydraulisch und schließt den Durchlass innerhalb einer Viertelminute, wenn es sein muss. Im Regelfall dauert das zwei Minuten.

Mittlerweile sollte die Turbine testweise laufen und Strom erzeugen. Geplant ist ein dauerhafter Betrieb ab dem 6. März. Bis dahin wird genau geschaut und geprüft, ob alles dicht ist, dem Wasserdruck standhält und alles wie gewünscht funktioniert.

Im Gegensatz zu den anderen Turbinen liegt die neue quer und steht nicht senkrecht. Das sei billiger und verbreiteter, erklärt der Projektleiter, wenn auch die Lager schneller auszutauschen sind. Drehen sich die bisherigen Turbinen 115-mal in der Minute, ist die neue mit 136 etwas schneller. Eine dieser Turbinen leistet etwa fünf Megawatt bei einer Spannung von 6300 Volt. Die wird für den Transport nach Töging auf 110000 Volt hochtransformiert.

Wie hier Platz für die zusätzliche Turbine geschaffen wurde und wie aktuelle Technik mit der aus den dreißiger Jahren harmoniert, kann sich jeder bei einem Tag der offenen Tür im Sommer anschauen, kündigt Ingenieur Brunnlechner an.

kg/Waldkraiburger Nachrichten