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Gruß aus dem Mittelalter: Das Stampflschlößl

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Nur noch ein kleiner Rest ist von der ehemals eindrucksvollen Burg über Au am Inn übrig: Das Stampflschlößl

Gars am Inn - Bereits im 12.Jahrhundert erbaut, thronte die Burg über dem kleinen Örtchen Au am Inn. Heute ist von der ehemaligen Verteidigungsanlage nur noch der Burgfried übrig geblieben:

Heutzutage thront nur noch der Burgfried der Burg Megling auf dem Stampflberg bei Au am Inn. Nach Forschungen von Günther Flohrschütz und Heiner Hoffmann wurde das Bauwerk im Jahr 1123 erbaut. Früher nannte man es auch „Meglingen“ bzw. „Megelingin“. Die Festung befand sich bis zu Beginn des 13. Jahrhunderts im Besitz der Grafen von Megling.

Burg Megling

„Die Burganlage war von Norden nach Süden gerichtet, sie bestand aus zwei Vorburgen, einem doppelten Halsgraben, Wohnburg, Graben, Wohngebäude und dem Burgfried auf der Spornspitze.“, schreibt Herr Meinrad Schroll im Kapitel „Schloss und Hofmark Megling“ aus dem Buch Heimatgeschichte Marktgemeinde Gars am Inn. So wie bei einigen Festungen dienten hohe Wälle und tiefe Gräben zum Schutz gegen Feinde. Strategisch gesehen hatte die Burg einen sehr guten Standpunkt, der in einer Schlacht sehr wichtig und nützlich war.

Impressionen vom Stampflschlößl in Au am Inn

Übrig blieb nur der Burgfried. Trotz der guten Lage ging die Burg Megling bis auf den Bergfried im Jahr 1266 nach Streitigkeiten zwischen den Salzburger Erzbischöfen und dem bayerischen Herzog Heinrich XIII. zur Grunde. Den Namen Stampflschlößl bekam der Burgfried nach dem gleichnamigen Wirt, der im 15. Jahrhundert dort am Berg wohnte. Eine Besichtigung ist zurzeit leider nicht möglich, da sich das Grundstück in Privatbesitz befindet. Vielleicht wird jedoch eines Tages die gesamte Anlage dem Staat verkauft. Dann könnte der Öffentlichkeit der Zugang durch das geschlossene Tor ermöglicht werden. Bis dahin muss man sich mit der Außenansicht der ehemaligen Burg begnügen. Vom Stampflberg aus hat man an sonnigen Tagen einen wunderbaren Blick auf den grünen Inn und das wunderschöne Kloster Au am Inn.

 

Rafael Raaber

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Quelle: innsalzach24.de

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