Tetrafunk- Ärger und kein Ende

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Der Pfeil markiert den Standortbereich des geplanten Tetrafunkmastens vom Stampflberg gesehen. Richtung Süden liegt Mittergars rechts in der Mitte.

Gars/Unterreit - Direkt an die Gemeindegrenze zu Unterreit soll jetzt der Tetrafunk-Masten für Gars kommen. Das wurde nun bekannt, nachdem eine Interessengemeinschaft nachgefragt hatte.

Telent, die Gesellschaft, die für den Aufbau des sogenannten Behörden-Funknetzes zuständig ist, arbeitete auch in diesem Fall ohne öffentliche Information. Wie jetzt in der Garser Bau- und Umwelt-Ausschusssitzung bekannt wurde, soll für die Abdeckung der Marktgemeinde Gars mit dem Tetrafunk ein Mast ins Zarnhamer Holz auf der Geländestufe südwestlich von Mittergars kommen.

Dieser Standort auf Privatgelände liegt in der Gemarkung Mittergars an der Grenze zu Unterreit. Telent plante den Mast zunächst am südlichen Waldrand, wo er für die dort wohnenden Bürger der Gemeinde Unterreit sichtbar wäre. Die Bürgermeister von Gars und Unterreit setzen sich jetzt in Verhandlungen vehement für eine Verschiebung des Standortes 300 Meter weiter in den Wald hinein ein. Bürgermeister Norbert Strahllechner aus Gars sieht diese Verhandlungen "auf einem guten Weg", bei einem Erfolg hätte man für den Funkmast "den bestmöglichen Standort überhaupt" erreicht.

Eine von benachbarten Unterreiter Anwohnern gebildete Interessengemeinschaft sammelte ebenfalls Unterschriften dafür, dass der Mast in den Wald kommt. Eine in der Nähe wohnende Bürgerin äußerte Unverständnis darüber, dass "still und heimlich etwas aufgestellt werden soll und nicht mal an die Nachbarn Infos gehen". Erst durch die Interessengemeinschaft sei das aktuelle Vorhaben bekannt geworden.

Unmut gab es zum Vorgehen auch im Unterreiter Gemeinderat. Bürgermeister Gerhard Forstmeier berichtete, dass der Eigentümer des Waldes, Graf Toerring, nicht mehr abgeneigt sei, den Mast in den Wald zu rücken, vorausgesetzt, die Versorgungsleitungen kämen nicht aus nördlicher Richtung.

Toni Manhart ärgerte sich, dass der Mast ganz nah an der Unterreiter Grenze liegt, Unterreit aber nicht gefragt werde. Da mache es sich die Nachbargemeinde Gars zu einfach. Forstmeier wies darauf hin, dass eine Zustimmung gar nicht erforderlich sei. Aber er verstehe durchaus, wenn bei solchem Vorgehen Behörden und Firmenvertreter in der Bevölkerung an Glaubwürdigkeit verlören.

ba/kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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