Gemeinde gesund weiterentwickeln

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Sebastian Linner, seit zehn Jahren Rechtmehringer Bürgermeister, hat wenig Ärger und viel Freude an diesem Amt.

Rechtmehring - Die Gemeinde in einem gesunden Maß weiterentwickeln, das möchte Sebastian Linner, seit zehn Jahren Bürgermeister in Rechtmehring.

Es läuft ganz gut, findet Sebastian Linner, weniger würden die Aufgaben allerdings nie.

Herr Linner, haben Sie es jemals bereut, das Amt des Bürgermeisters übernommen zu haben?

Eigentlich nicht. Es hat zwar ein paar ganz kleine Momente gegeben, wo ich mich gefragt habe 'Was habe ich mir da angetan?', aber das war meist gleich wieder vorbei. Wenn wir zum Beispiel ein Grundstück dringend gebraucht hätten und der Besitzer nach ewigen Verhandlungen immer noch nicht wollte.

Wie verträgt sich denn ihr Beruf als Landwirt mit der Aufgabe als nebenamtlicher Bürgermeister?

Das haut im Großen und Ganzen hin. Als Landwirt bin ich von der Natur abhängig und da kann es schon mal zu Kollisionen mit lang ausgemachten Terminen kommen - aber dann gehen die Termine ganz klar vor.

Was war der erfreulichste Tag ihrer bisherigen Amtszeit?

Da kann ich keinen hervorheben. Aber was ich besonders erfreulich finde, ist die Gewerbeentwicklung in Rechtmehring. Das Gewerbegebiet haben wir insgesamt gut über die Bühne gebracht, die Gewerbesteuer entwickelt sich stetig nach oben. Nicht explosiv, dafür aber gesund, auf mehrere Firmen verteilt.

Gab es in den letzten zehn Jahren eine besondere Freude oder Enttäuschung?

Enttäuschung nicht. Und besondere Freude macht mir der Umgang mit den vielen verschiedenen Menschen. Sich mit denen bei verschiedenen Standpunkten auf einen für alle gangbaren Weg zu einigen, das macht richtig Spaß.

Wie soll es weitergehen?

Wir brauchen ein Wohngebiet, denn nicht nur das Gewerbe in Rechtmehring soll sich weiterentwickeln, sondern die ganze Gemeinde. In einem gesunden Maß. Deswegen denke ich nicht an ein Riesenbaugebiet, sondern so an zehn Parzellen, was dantschigs halt. Sonst läuft's gut.

Interview: Sylvia Hampel/Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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