Die Gemeinden im Blick

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Mühldorf/Waldkraiburg - Nach turbulenten Monaten kehrt beim Kreisjugendring Mühldorf wieder Ruhe ein. Auf der gut besuchten Vollversammlung blickten Verantwortliche und Kommunalpolitiker positiv in die Zukunft.

Die Erste Vorsitzende Veronika Schneider machte keinen Hehl daraus, wie es um den Kreisjugendring (KJR) zeitweise stand: "Wir waren ein paarmal kurz davor die Sache aufzugeben." Dass es nun wieder bergauf geht, ist laut Schneider vor allem mit einer Personalie verbunden: Die neue Geschäftsführerin Kristin Hüwel hat seit sieben Monaten die Fäden in der Hand und sucht vor allem den Kontakt zu Landratsamt und Gemeinden - sehr zur Freude von Landrat Georg Huber.

Denn in der Diskussion um die Kürzung des Landkreiszuschusses ging es vor allem um die seiner Meinung nach mangelnde Transparenz, was genau mit dem "Geld der Steuerzahler beim Kreisjugendring" passiert. "Die Bürgerschaft fordert schließlich, dass ihr Geld sinnvoll eingesetzt wird", sagte Huber. Mit Blick auf die "schwierige Zeit in den letzten eineinhalb Jahren" erklärte er: "Bei den Diskussionen im Kreistag ging es nie darum, den Kreisjugendring platt zu machen. Aber er muss sich verändern und den Herausforderungen der Zeit stellen."

Die Kommunen forderte er auf, dem KJR konkrete Aufgaben zu stellen. "Nutzen Sie diese Strukturen", richtete er das Wort an die zahlreichen Kommunalpolitiker, die zur Vollversammlung in die Schenkerhalle gekommen waren.

In ihrem Rückblick skizzierte Kristin Hüwel vor allem den personellen Neuanfang in der Geschäftsstelle sowie die Umsetzung der ersten Projekte. Darüber hinaus berichtete sie von ihren Besuchen bei den Bürgermeistern im Landkreis. Vor allem drei Punkte seien in den Gesprächen immer wieder genannt worden: Kinderferienbetreuung, die Integration und sinnvolle Beschäftigung der Kinder vor Ort sowie die Unterstützung bei Jugendlichen, die nicht in Vereinen gebunden sind.

Daran orientieren sich auch die Schwerpunkte, die der KJR laut Hüwel 2013 setzen will: Das Thema "Kinder und Jugend in den Gemeinden" wird demnach ebenso eine zentrale Rolle spielen wie "Kinder, Jugend und Ökologie". Darüber hinaus richtet sich der Fokus anlässlich des Wahljahres auf "Jugend und Demokratie".

Was die Forderungen des Landkreises betrifft, sind die ersten Hausaufgaben erledigt. Nun sollen auch die Vereine und Verbände zu Wort kommen, die auf der Versammlung ebenfalls gut vertreten waren: von 36 Mitgliedern waren 30 vertreten. "Im Rahmen einer Umfrage wollen wir feststellen, wo ihr noch Bedarf seht", sagte Veronika Schneider.

Bürgermeistersprecher Dr. Karl Dürner stellte der neuen Mannschaft um Hüwel und Schneider ein gutes Zeugnis aus: "Ich habe ein gutes Gefühl, so wie der Kreisjugendring jetzt aufgestellt ist. Und die Mehrheit der Bürgermeister steht hinter euch."

Trotz der Aufbruchstimmung machten alle Beteiligten deutlich, dass noch viel Arbeit auf den KJR zukommt. Die Hoffnung, dass sie sich auf weitere ehrenamtliche Schultern verteilen lässt, hat sich am Dienstagabend nicht erfüllt. Der nach wie vor vakante Posten in der Vorstandschaft bleibt weiterhin unbesetzt: Es findet sich nach wie vor kein Kandidat.

ha/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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