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Moy-Areal: Wird ein Gebäude abgerissen?

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Von den vier historischen Gebäuden des früheren Brauereigeländes Moy soll das Verwaltungsgebäude wegen zu schlechter Bausubstanz abgerissen werden.

Haag - Geschlossen stellte sich der Gemeinderat hinter das Baukonzept für das ehemalige Brauereigelände Moy in Haag. Die zwei Planer stellten jetzt das Konzept vor.

Erstmals stellten die zwei Planer das Konzept vor und plädierten dafür, von den vier historischen Gebäuden eines abzubrechen.

Eine "Riesenherausforderung" wird nach der Beschreibung der planenden Diplomingenieure Bernd Furch und Udo Rieger die Bebauung des einstigen Moy-Areals bedeuten. Sie beinhalte nicht nur eine "Riesenkubatur", sondern auch einen finanziellen Kraftakt. Zunächst zeigten sie das bis zum "Hofgarten" hinauf ausgeweitete Areal und verwiesen auf die Verhandlungen mit dem Denkmalschutz. Vier Gebäude habe man aufwändig untersucht, das Sudhaus aus dem 16., das Weißbierbrauhaus aus dem 17. und das Verwaltungsgebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Letzteres steht nach Bernd Furch in der "falschen" Richtung, nämlich quer zu den parallelen Brauhäusern und verfüge über eine schlechte Bausubstanz. Ein Abriss sei sinnvoll. Drei mächtige historische Gebäude zu sanieren fordert nach Udo Rieger eine enorme Anstrengung, da falle der Abbruch des maroden vierten nicht ins Gewicht.

Nach Sudhaus und Mälzerei sind weitere Gebäude für Geschäfte und Praxen entlang der Münchener Straße vorgesehen. Die Dachgeschoße werden mit Gauben versehen und zu Wohnungen ausgebaut. Die unteren Gewölbe können Gastronomie aufnehmen. Die Keller könnten mit einer Disko genutzt werden. "Dran" sind die Planer an der Umsetzung eines Lebensmittelmarktes. Geplant wird nach Furch nur, was später auch genutzt wird. Das Interesse sei groß: "Wir sind schon fast voll."

Hinter die einstigen Brauhäuser kommt das Hotel mit beidseitiger Tiefgaragenzufahrt für Gäste und Lieferanten. Dahinter ist ein Saal für 1000 Personen vorgesehen. Im Hintergrund könnte auch ein Trakt zum "Gemeinschaftlichen Wohnen" entstehen. Gewahrt werden soll die Sichtbeziehung zum Schlossturm. Die Gesamtnutzung soll einen attraktiven "Mix" beinhalten.

Wichtig war für die Referenten die Akzeptanz durch die Gemeinderäte. Sie sollten mit der Darstellung erfahren, dass die Bebauung im Sinne der Förderprogramme liegt und vor allem die Stärkung Haags als Zentrum sowie des Haager Zentrums beabsichtigt.

Die Diskussion drehte sich um den Abbruch des Verwaltungsgebäudes. Wenn drei Gebäude wieder belebt werden, wiege der Verlust von einem nicht so hoch, so Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU). Hans Urban (CSU) war wichtig, dass keine Kontrastarchitektur entsteht, sondern sich die Bauten historisch einfügen. Der Gemeinderat sollte ein einstimmiges Signal dafür geben. Städteplaner Eberhard von Angerer nannte es eine Kunst, den großen Saal zu integrieren. Peter Bauer (SPD) begrüßte die Erneuerung der beiden historischen Giebelfronten zum Bräuhausplatz hin.

Bürgermeister Hermann Dumbs wollte keine "Abbruchdebatte", dennoch drängten die Räte für die Aufnahme ihrer Meinung, auf das Verwaltungsgebäude zu verzichten, in den Beschluss. Alle sollten froh sein, wenn "im Zentrum etwas passiert und sich ein Investor engagiert", so Dritter Bürgermeister Egon Barlag (Freie Wähler Haag). Stefan Högenauer (CSU) sprach von einer "Chance für Haag". Und diese wurde einstimmig mit "Variante zwei", also Abreißen des "Braumeistergebäudes" genutzt.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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