Elektromarkt will noch größer werden

Haag - Elektro Durmeier in Haag kann nach dem Willen des Bauausschusses über 850 Quadratmeter hinaus erweitern. Allerdings muss noch das Wirtschaftsministerium zustimmen.

Auf dem Tisch des Ausschusses lag der Antrag auf Änderung des Bebauungsplan "Westlich der BayWa", dem Haager Einkaufspark (HEP). "Euronics" Durmeier hatte dort schon einmal erweitert und will nun wiederum anbauen. Diesmal aber hat die Firma ein Problem mit der offiziellen Flächenregelung, wie Bürgermeister Hermann Dumbs feststellte. Für Supermärkte dieser Art sind nämlich 850 Quadratmeter Verkaufsfläche oberste Grenze.

Durmeier will aber größer hinaus. Das erfordert eine spezielle Erlaubnis und eine Änderung des bisherigen Verfahrens. Der Erweiterung muss jetzt das Wirtschaftsministerium zustimmen.

Kurz flammte im Bauausschuss die Debatte auf, ob Durmeier damit nicht eine ungewöhnlich große Monopolstellung zugestanden wird. Das wirke sich negativ auf alle anderen Elektrogeschäfte aus - Hintergrund der 850-Quadratmeter-Grenze für sogenannte innenstadtrelevante Sortimente.

Dagegen wurde angeführt, dass der Fachmarkt im Haager Westen über ein großes Angebotsspektrum verfüge, das sonst im Umfeld nicht angeboten werde. Gleichzeitig habe sich das Haager Traditionsgeschäft als Magnet für Haag erwiesen, unterstrich Dumbs: "Durmeier zieht solche Kunden nach Haag, die auch anderswo einkaufen." Dr. Wolfgang Weißmüller (PWG) hielt allerdings einen Neuansatz für erforderlich, da die Änderung über das eingeleitete Verfahren nicht genehmigungsfähig sei. Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) dagegen sah "kein Risiko".

In den öffentlichen Stellungnahmen bekundete die Autobahndirektion ihr Einverständnis, da eine künftige Nähe zur Autobahn nicht mehr wahrscheinlich sei. Das Straßenbauamt wollte keine Stellplätze in der Anbauverbotszone und forderte in der Bepflanzung Richtung Bundesstraße Sträucher statt Bäume. Die Anregungen will man nun einarbeiten, so der einstimmige Beschluss. Für die Erweiterung stimmte der Ausschuss dann mit sechs gegen drei Stimmen einem "Zielabweichungsverfahren" zu. Dafür sollen nun die nächsten Schritte eingeleitet werden.

Nur um eine Änderung der Flurnummern handelte es sich beim ehemaligen Werndl-Hof an der Münchener Straße, zu dem die Einfahrt erweitert wurde. Einstimmig befürwortete der Bauausschuss des Haager Gemeinderats die Änderungen in "Oberndorf-Ost". Aus der Bebauung wurde die Fläche für einen Kindergarten herausgenommen.

Endgültig scheint nun auch die Zufahrt zum Sportgelände in Oberndorf gelöst, die in zahlreichen Varianten durchdiskutiert wurde und nun in abgespeckter Form für den Kostenansatz von 49 000 Euro umgesetzt wird. Baureferent Andreas Grundner erläuterte den Unterbau für die "Staubfreimachung". Er wird nun nicht mehr aus einer Schicht von 10,5 plus 3,5 Zentimetern bestehen, sondern in einer einheitlichen Trag- und Deckschicht mit acht Zentimetern. Die soll aber auch nicht wesentlich schlechter sein: "Sie hält nach den Erfahrungswerten den Belastungen stand", so Grundner.

xy/Wasserburger-Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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