Debatte um Mitführ-Verbot *Mit Voting* 

Hunde auf dem Friedhof? Warum Haag hier ein Veto einlegt 

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Die Friedhofssatzung sieht vor, dass Hunde vor den Mauern des Haager Friedhofs warten müssen. 
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Haag - Hunde auf dem Friedhof erlaubt oder Hunde unerwünscht? Um diese Frage drehte sich eine Diskussion in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. 

Der Debatte voraus ging ein Antrag der Parteifreien Wählergemeinschaft (kurz PWG-Fraktion): Sie wollte durchsetzen, dass das Mitführen von Hunden auf dem gemeindlichen Friedhof erlaubt wird - unter der Voraussetzung, dass sie an der Leine geführt werden und die Besitzer die Hinterlassenschaften der Tiere wegräumen. 

Laut Geschäftsstellenleiter Manfred Mörwald sei das Mitführen der Vierbeiner auf dem Haager Gottesacker nicht erwünscht. Viele Satzungsmuster würden Hunde auf Friedhöfen generell verbieten - so auch die Satzung für den Haager Friedhof. Generell hänge an den meisten Friedhöfen in der Region ein "Hunde-Verbots-Schild". 

Markieren an den Gräbern? 

Die PWG aber habe damit argumentiert, dass viele - vor allem ältere Menschen - in Single-Haushalten leben würden und deshalb als Mitbewohner und Ansprechpartner Hunde besitzen würden. Für die Dauer eines Friedhofsbesuchs hätten sie häufig keine Möglichkeiten, die Hunde derweil anderweitig unterzubringen. An der Friedhofsmauer selbst gebe es auch keine richtige Möglichkeit, das Tier derweil anzubinden - auch in Bezug auf die Gefährlichkeit der angrenzenden Straße.

"Prinzipiell und zu Beginn der Debatte waren die Gemeinderäte dem Vorschlag, Hunde auf dem Friedhof zu erlauben, positiv gegenüber gestanden", erklärt Mörwald. Doch dann sei der Gesichtspunkt "Markierverhalten der Hunde auf dem Friedhof und womöglich an den Gräbern" im Raum gestanden und diese Tatsache habe viele dann doch stutzig gemacht und veranlasst, zurückzurudern. 

Letzten Endes sei der Antrag wegen des Hauptgesichtspunkts "Markieren", das man den Hunden ja nicht verbieten könne, abgelehnt worden. Die Friedhofsruhe solle laut der mehrheitlichen Ansicht der Räte nicht gestört werden.

Die Verwaltung aber, so Mörwald weiter, sei um eine Zwischenlösung bemüht und wolle die Realisierung von geeigneten Einbuchtungen außerhalb der Mauer oder Haken zum Anbinden der Hunde prüfen. 

Ihre Meinung zur Diskussion: 

mb

Quelle: innsalzach24.de

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