Umnutzung des Geländes am Schachenwald

Ehemalige Haager Mülldeponie entwickelt sich zum Solarpark

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Auf der Mülldeponie am Schachenwald soll ein Solarpark enstehen. 
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Haag - Seit 25 Jahren ist die Mülldeponie am Schachenwald stillgelegt. Nun gibt es konkrete Pläne, was mit dem Gelände passieren soll. 

Die Idee ist nicht neu: Schon im Jahr 2012 standen Überlegungen an, auf der Mülldeponie am Haager Schachenwald einen Hightech-Ökosolarpark zu errichten. Bayernweit hätte es neben dem Modellprojekt in Haag nur noch ein vergleichbares Objekt in Nürnberg gegeben. 

Doch die Planungen für einen Pavillon, einen Solarpark und einen Lehrpfad am Schachenwald verliefen damals im Sand - weil das Projekt von Seiten des Ministeriums nicht weiterverfolgt wurde.

Solarpark mit Lehrpfad soll doch noch entstehen

Nun flammte der Vorschlag erneut auf. Die Mitglieder des Haager Bauausschusses beschäftigten sich in ihrer Juli-Sitzung erneut mit der Idee einer Realisierung eines Solarparks auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie. Laut Sabrina Grünke von der Haager Bauverwaltung habe man das Projekt am Ende der Diskussion auch mit einem Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht. Nun könne es ins übliche Verfahren mit Beteiligung Öffentlichkeit gehen. 

"Gerade alte Industrieflächen und stillgelegte Deponien erweisen sich immer wieder als günstige Standorte zur Solarerzeugung und Energiegewinnung", betont Grünke gegenüber innsalzach24.de. Mit der Nutzung des ehemaligen Mülldeponiegeländes am Schachenwald wolle die Marktgemeinde Grünke zufolge das Ökopotential von verloren geglaubter Flächen nutzen.

Der geplante Solarpark am Schachenwald soll gemeinsam mit einem Lehrpfad entstehen. Dieser soll wissenschaftliche und technische Details wie sich beispielsweise eine für Solarenergie genutzte Fläche zu einem attraktiven Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickeln könne, offenbaren.

Sickerwasser aus Schachenwald-Deponie bereits debattiert

Das ehemalige Hausmülldeponie-Gelände am Schachenwald war im Oktober 2018 auch Thema im Haager Marktgemeinderat: Es ging um die Frage, wohin das Sickerwasser aus der Deponie künftig fließen soll. Bis zu 9.000 Kubikmeter an Deponie-Sickerwasser fallen jährlich an. Statt diese wie bisher für einen Kostenaufwand von durchschnittlich 91.000 Euro im Jahr in die Industriekläranlage Burgkirchen zur Reinigung zu bringen, entschieden die Räte, das Wasser künftig in die gemeindeeigene Kläranlage zu leiten. 

mb

Quelle: innsalzach24.de

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