Segen und Ständchen zur Einweihung des Bauernmarkts

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Die Einweihung des neuen Bauernmarktes in Haag brachte viele interessante Momente mit sich

Haag – Der Bayernweite Tag der Städtebauförderung wurde genutzt, um die Einweihung des neuen Bauernmarktes zu feiern. Zahlreiche Interessierte zeigten sich erfreut. Rathauschefin Sissi Schätz und weitere Gäste staunten.

„Eigentlich haben wir nicht so viel zum anschauen“ dachte sich Bürgermeisterin Sissi Schätz, aber nach eingehender Betrachtung kamen doch einige gemeinsame Projekte mithilfe des Freistaates Bayern zusammen.

Was lag hier näher, als die feierliche Einweihung der Räumlichkeiten des neuen Bauernmarktes auf den bayernweiten Tag der Städtebauförderung zu legen und auch andere Projekte zur Besichtigung zu öffnen. Nach einem kleinen Ständchen der Schuster Danzlmusi weihte die evangelische Pfarrerin Ruth Nun gemeinsam mit Diakon Andreas Klein nicht nur das neue Kreuz als äußeres Zeichen der Christlichkeit sondern auch die Räumlichkeiten und die Menschen die zukünftig hier aus- und eingehen.

Einweihung des Bauernmarktes in Haag

Zu den Städtebauföderungsprojekten wurden halbstündlich Führungen durch die Bauverwaltung des Marktes Haag angeboten. Als erste Station vor dem „neuen Bauernmarkt“ wurde der Zehentstadel als besonderes erhaltenswertes Bauwerk inmitten von Haag mit Hilfe der Städtebauförderung vom Grafen Moy erworben und statisch instandgesetzt. Was bisher daraus geworden ist, „gilt es nach Bürgermeisterin Schätz heute zu besichtigen“. Die Bauverwaltung hat sich die größte Mühe gegeben, um den Besuchern und Interessierten in den halbstündigen Führungen Wissenswertes und Kosten der einzelnen Baumaßnahmen“ zu vermitteln.

So wurde der Zehenstadel nach seiner Erbauung im 16 Jahrhundert im Jahr 2001 erworben und zwischen 2007 und 2011 aufgrund der schadhaften Dachstuhls saniert. Die Kosten einschl. Kauf und Sanierung beliefen sich lt. Bauamtsleiter Andreas Grundner auf 2,2 Millionen Euro mit einem Förderanteil seitens des Freistaates Bayern von 64%. Bei der Sanierung der Löwenbrücke welche zwischen 2008 und 2011 erfolgte wurden nicht nur die Löwen konserviert, sondern auch der Brückenkopf neue abgedichtet und die Durchfeuchtungsschäden instandgesetzt. Hier wurden Fundamente vermutlich aus dem 11 Jahrhundert entdeckt und seitens des Landesamtes für Denkmalpflege untersucht.

Derzeit läuft gerade die Sanierung des Schloßturmes, welche sich mit Gesamtkosten von 1,85 Millionen Euro zu Buche schlägt. Ein kleiner Einblick durch die Freitreppe in den Burghof in Richtung Baustelle ließ manchen Betrachter das Ausmaß der Sanierungsarbeiten erkennen. Der Einbau von Spannankern zur statischen Ertüchtigung, die Entfernung des biogenen Bewuchses an der Burgaussenseite, die Ergänzung des „Kalkspatzenmörtels“ und noch viele andere Maßnahmen seien hier erwähnt. Mittlerweile wurde das Wetter im Freien besser und Musik und Besucher zog es nach draussen zur Bewirtung des Bauernmarktes mit Grillspezialitäten und selbstgebackenem Brot.

Alexander Obermeier

Quelle: innsalzach24.de

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