Transferverkauf erfolgreich

"Schletter GmbH" an neue Gesellschafter übergeben 

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Auch wenn das Mühldorfer Amtsgericht sich mit dem Insolvenzverfahren weiter beschäftigt, mit dem Transverkauf ist die "Schletter GmbH" gerettet. 
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Haag - Der Verkaufsprozess für Solarmontage-Hersteller "Schletter Group" ist abgeschlossen. Das sogenannte "Closing" - der Übergang der Geschäftsbetriebe und Anteile der Unternehmensgruppe auf den neuen Gesellschafter - ist schon seit Juli beendet. 

Unabhängig vom ersten Berichts- und Prüfungstermin als Zwischenstand zum Verfahren, der am Donnerstag, 26. Juli, für die Gläubiger am Mühldorfer Amtsgericht stattfindet, ist ist die Sanierung der "Schletter Group" mit Verkauf an den neuen Gesellschafter "Golden Square Capital (Signing)" bereits Mitte Juni über die Bühne gegangen. Das erklärt Schletters Pressesprecher Sebastian Glaser. 

Der neue Gesellschafter "Golden Square Capital", hinter dem die "Avenue Capital Group" steht, habe dazu einen zweistelligen Millionenbetrag in Euro bereitgestellt. Das Geld soll vor allem in die Produktentwicklung und die Weiterentwicklung der Märkte in Asien und Amerika fließen.

Glaser weiter: "Im Zuge der Transfergeschäfte wurde der Geschäftsbetrieb der insolventen deutschen Gesellschaft 'Schletter GmbH' Anfang Juli vollständig auf eine neue, insolvenzfreie Gesellschaft übertragen, die künftig als "Schletter Solar GmbH" firmiertMit der Übernahme hat das Unternehmen die Insolvenz hinter sich gelassen und ist von Altschulden befreit. Unter dem Dach eines finanzstarken Partners kann es nun wieder an den Märkten durchstarten."

Ansprüche der Gläubiger im Fokus des Insolvenzverfahrens 

Das Insolvenzverfahren am Mühldorfer Amstgericht läuft parallel dazu weiter, betreffe durch die Übertragung auf eine neue Gesellschaft nicht mehr das operative Unternehmen, sondern nur noch die Alt-Gesellschaft "Schletter GmbH"

Diese bleibe nach der Übertragung des Geschäftsbetriebs als "leere rechtliche Hülle" bestehen und werde jetzt im Insolvenzverfahren abgewickelt. Die Aufgabe des Sachwalters sei es nun laut Glaser, die Ansprüche der Gläubiger gegen die Gesellschaft sowie eventuelle Gegenforderungen der Gesellschaft festzustellen und miteinander zu verrechnen. 

Ist dies erfolgt, werde der vom neuen Gesellschafter für den Geschäftsbetrieb gezahlte Kaufpreis zu gleichen Teilen an die Gläubiger ausgeschüttet. Das allerdings könne dauern – es sei nicht unüblich, dass sich Verfahren dieser Größenordnung über Jahre hinziehen.

mb

Quelle: innsalzach24.de

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