Wehren als dreiste Maibaumdiebe

Haager "Traditionsstangerl" in Altlandkreis Wasserburg "heimgeholt"

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In einer Nacht- und Nebelaktion klauten die Wasserburger Wehren den Haager Maibaum am vergangenen Wochenende. 
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Haag - Zack und weg war er, der Haager Maibaum. Konnten am Wochenende die Besucher noch bei den Arbeiten der Haager Maibaumfreunde in der "Maibaumwerkstatt" hautnah dabei sein, so befindet sich das "Traditionsstangerl" inzwischen nicht mehr im Zehentstadel der Marktgemeinde. Dreiste Diebe haben ihn geklaut. 

Da waren die Maibaumfreunde in Haag wohl einen Moment zu lange unachtsam: In der Nacht von Samstag auf Sonntag verschwand auf einmal der Haager Maibaum. Die Nacht- und Nebelaktion der Diebe ging erfolgreich über die Bühne - und sogar ein "Bekennerschreiben" zum Maibaumdiebstahl vom 7. April 2019 ist aufgetaucht. 

"Schimmel und Löwe gehören zusammen" - eine Anspielung auf das Wappen der Stadt Wasserburg, den Löwen, und das der Marktgemeinde Haag, den weißen Schimmel. Dieses Zitat steht in einem Fax, das der Redaktion am Montagvormittag zugespielt wurde. Und weiter: "Der Haager Maibaum wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus Haag im Nachbarlandkreis Mühldorf am Inn in den Altlandkreis 'heimgeholt'. Die Feuerwehren Wasserburg, Attel/Reitmehring und Edling bekennen sich dazu, den Haager Maibaum gestohlen und in Gewahrsam genommen zu haben." 

Die Wasserburger Wehren beim Maibaumklau. 

Auslöseverhandlungen würden in Kürze stattfinden. Nähere Fotos, so erklärten es die Diebe gegenüber wasserburg24.de, möchten sie nicht zur Verfügung stellen. Denn schließlich möchten sie keine Hinweise auf das geheime Versteck des Haager Maibaums im Wasserburger Altlandkreis geben. 

Abruptes Ende des letzten Haager Maibaums 

Seit zwei Jahren gibt es in der Marktgemeinde bereits keinen Maibaum mehr. Im April 2017 mussten sich die Haager von ihrem "alten Maibaum" schweren Herzens und urplötzlich von heute auf morgen verabschieden. "Unser Maibaum ist leider gestorben", so drückte es Bürgermeisterin Sissi Schätz mitfühlend damals gegenüber innsalzach24.de aus

Ein schwerer Sturm setzte dem Maibaum der Marktgemeinde im Frühjahr schwer zu. Ein Gutachter nahm den Baum genau unter die Lupe. Am Ende stand aber fest: Aus Sicherheitsgründen musste der Maibaum umgelegt werden, bevor die Herbststürme dem weiß-blauen "Traditionsstangerl" komplett den Garaus gemacht hätten. 

Haager Maibaum ist jetzt Geschichte 

mb

Quelle: innsalzach24.de

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