„Hier ziehen alle an einem Strang“

Toteiskessel werden renaturiert – vorbildlicher Naturschutz im Haager Schachenwald

Renaturierung Toteiskessel im Markt Haag in Oberbayern
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Besprechung der Maßnahmen vor einem verlandeten Toteiskessel im Markt Haag i. OB (v.l. Elisabeth Knapp, Thomas Eberharter und Stefan Högenauer).

Haag i. OB - Der Landschaftspflegeverband (LPV) Mühldorf setzt gemeinsam mit Landwirten Maßnahmen für den Naturschutz um. Im Haager Schachenwald werden Toteiskessel renaturiert, wodurch wieder wertvolle Lebensräume entstehen.

Die Meldung im Wortlaut


„Nicht reden, sondern handeln!“ Dieses Motto nimmt sich Thomas Eberharter, Landwirt und Gemeinderatsmitglied aus Winden, zu Herzen und renaturiert in seiner Waldfläche im Haager Schachenwald Toteiskessel. Thomas Eberharter: „Ich möchte zeigen, dass die Forst- und Landwirtschaft wichtige Beiträge zum Artenschutz und zur Artenvielfalt leisten kann. Das kommt in der öffentlichen Diskussion leider oftmals viel zu kurz.“

Schätze der Eiszeitlandschaft erhalten


Im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekt “Schätze der Eiszeitlandschaft” werden unter anderem Toteiskessel entbuscht und Wasserflächen wiederhergestellt. Dadurch entstehen wieder wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl heimischer, vielfach auch gefährdeter, Tiere und Pflanzen. Das Projekt erstreckt sich über Teile der Landkreise Mühldorf und Rosenheim, genauer von Haag i. OB bis Wasserburg.

Die Koordination der Maßnahmen laufen unter anderem über den Landschaftspflegeverband Mühldorf. Beim Ortstermin im Schachenwald im Markt Haag i. OB besichtigen Thomas Eberharter, Gemeinderatskollege und Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer und die Geschäftsführerin des Pflegeverbandes, Elisabeth Knapp, die vor der Sanierung noch zugewachsenen Toteiskessel. Durch die Renaturierung wurden jetzt auch wieder ökologisch hochwertige Wasserflächen im Wald geschaffen.

Stefan Högenauer: „Hier ziehen alle an einem Strang, um die Natur zu schützen. Thomas Eberharter als Grundeigentümer, der Landschaftspflegeverband, der die Maßnahmen koordiniert und die staatliche Seite, die die Finanzierung ermöglicht.“

Pressemitteilung des Landschaftspflegeverbandes Mühldorf a. Inn e.V.

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