Bisher teure Entsorgung in Burgkirchen

Sickerwasser der Schachenwald-Deponie kann künftig in Kläranlage

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Haag - Das anfallende Sickerwasser der Altdeponie Schachenwald soll zur Kosteneinsparung künftig in die Kläranlage geleitet werden. Denn eine teure Reinigung bei einer Firma in Burgkirchen ist nicht mehr nötig.

Die Deponie wurde von Oktober 1983 bis zur Einstellung des Betriebes per Gerichtsbeschluss im Januar 1992 als letzte Deponie des Landkreises betrieben. Derzeit wird das anfallende Sickerwasser in einem Sammelbecken gefasst und zur Entsorgung per Lkw in die Industriekläranlage der Firma Infraserv nach Burgkirchen transportiert. Für den Transport und die Entsorgung fallen jährliche Kosten in Höhe von durchschnittlich 91.000 Euro an, abhängig von der Niederschlagsmenge des jeweiligen Jahres. Eine Entsorgung in der Kläranlage kostet dagegen nur 14.500 Euro im Jahr.

"Da das Sickerwasser mittlerweile die Grenzwerte der Abwasserverordnung einhält, soll es künftig in die kommunale Kläranlage von Haag eingeleitet und behandelt werden", berichtete Landrat Georg Huber dem Kreistag, "Hierzu fanden bereits erste Gespräche statt. Bereits durchgeführte Tests vor Ort liefen erfolgreich und brachten keine nachteilige Auswirkung auf die Kläranlage." Die Kosten für die Herstellung der dafür erforderlichen Zuleitung zwischen dem bestehenden Sickerwasserbecken und dem nächsten Einleitepunkt der Kläranlage wird auf 150.000 Euro geschätzt. "Für die Errichtung einer Sickerwasserdirekteinleitung müssen alle Kosten vom Landkreis getragen werden, dem gegenüber steht aber das jährliche Einsparpotential in Höhe von rund 77.000 Euro, so dass sich die Investition in etwa zwei Jahren amortisiert hat."

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Großelohmann; Reinhold (dpa/Symbolbild)

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