Gelungenes Willkommensfest für Syrer

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Willkommensfest mit viel Herzlichkeit am Montagabend in Haag

Haag - Das Willkommensfest am Montagabend für syrische Flüchtlinge aus der Gemeinde ließ erkennen, dass menschliche Familie unabhängig von der Religion funktioniert.

Gleich mit der Begrüßung der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge freute sich Pfarrer Pawel Idkowiak auf die Erfahrungsberichte aus Syrien und dem Weg nach Haag. „Jetzt seid ihr angekommen - Wir sind eine große menschliche Familie – unabhängig der Religion“, versprach Pfarrer Idkowiak.

Bürgermeisterin Sissi Schätz lud als Erstes zum Essen, welches die zwei Köche aus Syrien für die Besucher gekocht hatten. Im Januar erhielt die Gemeinde Haag die Nachricht, dass ca. 1100 Flüchtlinge in den Landkreis Mühldorf kommen und auch Bürgermeisterin Schätz wurde gebeten in Haag welche aufzunehmen.

Auch Haag sei nach Ansicht von Schätz eine Gemeinschaft, die sich für Flüchtlinge interessieren, was die rege Teilnahme von ungefähr 80 anwesenden Besuchern bestätigte. Im Einwohnermeldeamt hilft eine Mobilphone-App zur Übersetzung von arabisch-deutsch für eine schnelle Verständigung und auch manchmal für schnelle Hilfe ohne einen Dolmetscher.

Mahmud erzählte von seiner Flucht vor dem Krieg Jahr 2012 – nach Libyen und dem Schiff nach Italien. Wie er auf der Suche nach Freiheit und Demokratie schließlich in Deutschland ankam und jetzt froh sei „mit Haag wie eine Familie zu leben“.

Auch Achmed bedankte sich für die Herzlichkeit in Deutschland, denn hier ist ein Mensch ein Mensch und nicht wie in Syrien wo die Flucht ihn und seine Familien auseinanderriss. Die Familie ist derzeit in der Türkei und er hofft nach der Anerkennung als Flüchtling diese bald wieder in die Arme zu schließen.

Der einzige Kontakt zu den Familien sei derzeit nur das Handy für die Asylbewerber welche aus den verschiedensten Berufszweigen wie Koch, Steinmetz, Autoverkäufer, Fliesenleger, Landwirt und Elektriker stammen. Ein einhelliger Wunsch der Syrer war, dass Syrien wieder wie früher sein könnte ohne Krieg. Bedarf bestehe derzeit an neun Fahrrädern damit etwas mehr Mobilität erreicht werde.

Nicht allein nur um zu den freiwillig angebotenen Sprachtraining zu kommen, welches von einem Helferkreis von 5 Frauen aus Haag zweimal in der Woche angeboten wird. Diese Kurse seien hauptsächlich eine Hilfe für den „alltäglichen Sprachgebrauch“ ohne tiefer in die Grammatik einzusteigen. Wer Hilfe anbieten will oder Zeit hat um sich für die Vertriebenen einzusetzen, findet bei der Caritas in Waldkraiburg immer ein offenes Ohr und kompetente Ansprechpartner. Die Telefonnummer der Verantwortlichen bei der Caritas, Crischanti Heißmann, lautet 08638 9418018.

Alexander Obermeier

Quelle: innsalzach24.de

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