Schäffler legten 127 Kilometer zurück

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Sieben Jahre verstaut bleibt jetzt die Schäfflerfigur für die Buchsbogenständer.

Haag - Die Haager Schäffler stellten jetzt ihren Abschlussbericht des Schäfflerjahres 2012 vor. Für insgesamt 183 Tänze legte die Haager Traditionstruppe 127 Kilometer zu Fuß zurück.

Haag - 55 Kilometer absolvierten die Schäffler allein mit den Tanzschritten. An den sechs Wochenenden und insgesamt 14 Tanztagen waren sie 72 Kilometer für die Anmärsche unterwegs. "Das bedeutet 127 Kilometer zu Fuß im Namen der Tradition", so Wolfgang Obermaier, der mit der eigenen Bilanz, die er für die Schäfflerabteilung des TSV 1864 Haag vorlegte ebenso zufrieden ist wie mit der Resonanz. "Bürger aus Haag und Umgebung in den Nachbargemeinden, aber auch die Geschäftsleute haben zu 100 Prozent das Geschehen verfolgt. Die Verköstigung war 1a", so Obermaier. Sein Dank gelte Tanzbestellern, Zuschauern und Fans.

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Damit alles klappte, hatte er mit den Vorbereitungen schon ein Jahr vorher begonnen. Der gesamte Tross mit 80 Beteiligten musste aktiviert oder reaktiviert werden von den Marketenderinnen, den Wagerlbuam über die Tänzer, Kassierer und den Busfahrern für die Auswärtstermine bis zu den Kasperln.

Dazu galt es die Kleidung teilweise zu ergänzen oder neu anzufertigen. Persönliche Worte mussten Schäfflermeister und Oberkasperl für die Tanzbesteller zum Höhepunkt des Auftrittes vor dem Schnapsbogenschwung finden.

Das Tanztraining starteten die Haager vier Monate vor dem ersten Auftritt. Und so bildeten sie nach Wolfgang Obermaier bald eine "eingeschworene Supertruppe", die überall, wo sie hinkam, in Windeseile Gaudi und Vergnügen verbreitete.

Kein Ausfall wurde registriert. "Gewehr bei Fuß" standen die "Musikerfreunde" von der Trachtenblaskapelle Ramsau.

Besonders danken wollen die Schäffler Weißbräu Alois Unertl, bei dem sie genau das richtige Umfeld für den krönenden Abschluss mit Feuerwerk und Freibier, nicht nur für die Schäffler, sondern für alle, gefunden hätten.

Aus dem Videoarchiv

In die Schäfflergeschichte eingehen wird die Kälte. "So kalt weiß ich es noch nie", notierte Wolfgang Obermaier, der nun 2005 und 2012 Schäfflermeister war. Dabei sei es ein Glück gewesen, dass man in den alten Requisiten eine "Kokosschmelzschachtel" aus dem Jahre 1935 gefunden habe und mit ihm einen ganzen Satz Ohrenschützer, die man gerade heuer so dringend gebraucht habe.

Schäfflertanz in Haag

Ob Wolfgang Obermaier die 549 Stufen hinauf aufs Fass auch zur nächsten Saison 2019 wieder steigt, da möchte er sich heute noch nicht festlegen.

Sicher ist er sich über das Fazit der Saison 2012: "Ob die Haager die Besseren sind, wie andere für sich in Anspruch nahmen, möchte ich nicht behaupten. Aber eines weiß ich. Wir waren die Schönsten."

Einen Blick darauf dürfen die Schäfflerfreunde auch künftig jedes Jahr einmal beim Herbstfesteinzug werfen.

xy/Wasserburger-Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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