Bitumenanlage: "Gestank nicht schädlich"

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Landrat Georg Huber

Haag - Das Krankenhaus, die Bundesstraße 15 und die Asphaltmischanlage in Winden - Landrat Georg Huber hat sich bei einer CSU-Veranstaltung in Stauden zu kritischen Themen geäußert.

Eine Stunde Vortrag und eine Stunde Diskussion gab es bei einer CSU-Veranstaltung mit Landrat Georg Huber im Gasthaus Maier in Stauden. Dabei appellierte der Landrat, "ein bisserl Gestank" der Asphaltmischanlage zu akzeptieren.

CSU-Vorsitzender Dr. Winfried Weiß berichtete, dass der Landrat nun zweimal im Jahr nach Haag komme. Huber begann mit dem Thema "familienfreundlicher Landkreis". Die Gesellschaft drifte demografisch auseinander. Angesichts weniger Kinder seien rüstige Senioren gefragt, um zum Beispiel in der Kinderbetreuung mitzuarbeiten: "Nur über Institutionen wird es bald nicht mehr gehen."

Den Schuldenstand führte der Landkreis um 20 auf 66 Millionen zurück. Trotzdem seien hohe Investitionen für Krankenhäuser und Schulen geleistet worden. Manches davon sei als unwirtschaftlich einzustufen wie Schulen, die künftig nicht mehr voll genutzt werden.

"Gute Entwicklung"

Eine gute Entwicklung bestätigte der Landrat dem Haager Krankenhaus als Fachklinik für Geriatrie und Parkinson. Neue Lösungen habe man für den Notfalldienst zu finden.

Aktuelles zur Umwidmung der B15 wusste er auch: Eben bewerte ein Ingenieurbüro die Sanierungsdefizite, die dann besprochen würden. Nächstes Jahr sei die Umwidmung realisierbar und die Haager könnten ihre Hauptstraße neu gestalten.

Beim neuen Projekt des Ökosolarparks übernehme der Staat auch die Haftung für die darunter liegende Deponie Schachenwald.

"So intensiv wie wenige" werde die Asphaltmischanlage in Winden von den Behörden betreut. Fachlich sei ihr ein "hervorragender Zustand" bestätigt, so Huber. Der Betrieb bringe der Bevölkerung keine Gesundheitsschäden, "auch wenn sie manchmal ein bisserl stinkt". Die Haager sollten respektieren, dass Bitumenanlagen notwendig seien.

Beim Fragenteil überwog die Zukunft der Autobahn A94 und Verkehrsanbindung. Für die A94 ist nach Landrat Georg Huber nicht wie vermutet das Geld ausgegangen. Aus juristischen Gründen habe der Fortschritt abgewartet werden müssen. Eine "intelligente Lösung" erwartet er sich mit der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Landkreis durch die künftige Nutzung der Schulbusse. Die Mobilität der Bevölkerung sei damit zu erhöhen. Das werde eine immer wichtigere Frage, vor allem für Berufstätige.

Den oft vernachlässigten Kreisverkehr bei Altdorf sähe Landrat Georg Huber auch gerne schöner gepflegt. Er sei aber Eigentum des Bundes.

Arbeitsthemen sprachen dann Josef Miksch und der Haager Firmenchef Ludwig Schletter an. Man war sich einig, dass Mütter von der Politik stärker zu entlasten seien. Unverständnis hatte Schletter für die Forderung der Behörden, für seinen betriebsinternen Kindergarten nun eine Sozialpädagogin anzustellen. Diese Standards erwuchsen nach Landrat Huber aus Forderungen der Bevölkerung.

xy/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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