Haager Schlossturm

Schlossturm verschlingt noch mehr Euro

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Da lugt er hervor, der Schlossturm
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Haag - Der Schlossturm ist eines der sehenswürdigsten Wahrzeichen der Umgebung. Mit einer bemerkenswerten Geschichte und einem Anblick, der ansehnlich ist. Doch es fließt viel Geld in die Sanierung.

Der scheidende Bürgermeister von Haag, Hermann Dumbs hat kürzlich einen Scheck der Kulturstiftung entgegen genommen. Das Geld (2400 Euro) soll der Sanierung des Haager Schlossturms dienen.

Doch hier werden weitaus größere Summen verschlungen, die kaum durch Spenden und Stiftungserlöse auch nur im Entferntesten herein kommen können. Ein schwieriger und kostspieliger Auftrag also, den zum großen Teil auch die Gemeinde Haag als teilweise natürliche Selbstverständlichkeit, andererseits als große Last empfindet.

Bei der Scheckübergabe in Wasserburg sprach Landrat Georg Huber eine Lobeshymne auf den Turm aus: „Ich darf durchaus sagen, dass der Haager Schloßturm ein wahres Kulturgut ist. Zunächst hat sich die Marktgemeinde Haag ja geziert, den Turm zu kaufen, doch nun ist es vollzogen und die Sanierung steht bevor. Jeder Euro zählt hier“.

Der Marktgemeinderat und der Bürgermeister habe dem ewigen Hin und Her ein Ende gesetzt und ihn gekauft. Zukünftig soll er als Museum und Veranstaltungskulisse  genutzt werden. Hermann Dumbs erklärte, dass sowohl Schlossturm als auch Mauer hergerichtet würden.

Der momentan noch amtierende Bürgermeister zeigte zunächst gewissen Unmut, wie er selbst berichtet. „Die Wittelsbacher hatten es erst ja übernommen, später wurde es Eigentum des Freistaats Bayern. Jetzt haben wir es in unserem Besitz und viel Arbeit und Geldausgaben damit“. Zwar gebe es gute Zuschüsse, so Dumbs weiter, doch mehr als 600 000 Euro blieben an der Marktgemeinde an Ausgaben für die Sanierung dennoch hängen. Dies sei natürlich Geld, das an anderer Stelle womöglich fehle, zeigte sich der Rathauschef enttäuscht.

Aktuell hätten die Untersuchungen sogar ergeben, dass der Turm maroder sei als zunächst angenommen. Natürlich stehe auch der Denkmalschutz enorm im Nacken, erzählt Hermann Dumbs.

Die Idee, nach dem Umbau auch Hochzeiten im und am Schlossturm veranstalten zu lassen, gestalte sich gerade als nicht ganz ausführbar, bremste Dumbs. Laut Denkmalschutz dürfe keine Außentreppe installiert werden, somit sei der Innenaufgang für manche Gäste wohl zu beschwerlich, was wiederum negativ auf die Gemeinschaft der Hochzeitsgesellschaft einwirken würde.

Doch es gehe ohnehin erst darum, Stück für Stück daran zu bauen und Euro für Euro zu stemmen, schloss das Gemeindeoberhaupt ab. Er werde es nach bestem Wissen an seine Nachfolgerin weitergeben und gerne auch begleiten.

Quelle: innsalzach24.de

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