B15neu-Gegner erwarteten Ramsauer

+
Peter Ramsauer trifft Gegner der B15neu, die vor dem Festgeländer auf ihn gewartet haben.

Haag - Bei seinem Besuch im Haager Festzelt war Peter Ramsauer nicht bei allen Bürgern uneingeschränkt willkommen. Einige demonstrierten gegen seine Haltung zur "B15neu".

Vor der Zufahrt zum Haager Herbstfest haben die Gegner der „B15neu“ protestiert. Sie sind gegen den geplanten Ausbau der Bundesstraße B15 als schnelle Nord-Südverbindung zu den bestehenden Autobahnen. Bundestagsabgeordneter Stephan Meyer und Umweltminister Marcel Huber begrüßten die Demonstrierenden bereits vor dem Eintreffen des Verkehrsministers Peter Ramsauer und hörten sich die Anliegen der Ausbaugegner an.

Auch Ramsauer nahm nach seiner Ankunft Kontakt zu den Sprechern der Initiative auf und hörte sie an.

Nach einem kurzen Stehempfang in Zeilingers Wies´n Alm, mit einem frisch gezapften Bier, wurde über Dinge gesprochen, die die Mitglieder der umliegenden CSU-Ortsverbände auf dem Herzen hatten. Die Themen reichten von der Behandlung von Maut-Flüchtlingen auf Bundesstraßen bis hin zum „Dankeschön“ für die Hilfen aus dem Fördertopf der Städtebauförderung in Bezug auf den Haager Schlossturm.

Dr. Marcel Huber verwies bei seiner Eröffnungsrede darauf, dass er den Weg von Ampfing bis München täglich zweimal zurücklege und zum baldigen Ausbau der A94, nun wirklich „fast kein Wort verlieren möchte“. Er sprach stattdessen über den für Haag geplanten Ökosolarpark, der letzte Woche endgültig mit 1,0 Mio. Euro abgesegnet wurde und voraussichtlich im Jahr 2014 in Betrieb geht.

Nachdem am Nachmittag die IAA in Frankfurt eröffnet wurde, zeigte sich Minister Ramsauer stolz, dass Bayern die besten Automobile der Welt baue und eine geschichtsträchtige Gemeinde wie Haag Großes leistet - mit Ehrenamt und dem richtigen Einsatz. Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß bedankte sich für die positiven Projekte, die in Haag durch den Bund gefördert werden.

Ramsauer trifft B15neu-Gegner

Weiterhin ging es um wichtige Verkehrsthemen. Ein Tempolimit in Deutschland werde es während Ramsauers Amtszeit nicht geben. Das war eine klare Aussage. Die PKW-Maut sei als Einladung für ausländische Autofahrer zu sehen, sich am deutschen Straßenunterhalt zu beteiligen, und müsse auch im Europarecht Bestand haben.

Die restlichen 34,5 km als Lückenschluss der beiden A94-Autobahnteile müsse in einem Stück gebaut werden, um den drohenden Verkehrsinfarkt zu verhindern. Es gebe bis zum Jahr 2018/2019 eine reale Chance, die Fertigstellung zu erreichen. Ramsauer spielte mit offenen Karten gegenüber den Gegnern der B15neu – bis heute sei nur der wichtige Lückenschluss zwischen den Autobahnen Regensburg (A93) und der Deggendorfer Autobahn (A92) geplant und auch regional wichtig. Von einer weiteren Verbindung über Geisenhausen zur A94 werde zwar nachgedacht, aber in Richtung Rosenheim sei dies alles noch Utopie.

Kurz vor der Wahl zog Ramsauer eine positive Bilanz für den Freistaat. Seine Kampfansage mit Blick auf die Bundespolitik: „Außerhalb von Bayern müssen sie uns nicht lieben. Es reicht, wenn sie uns fürchten“.

aj/redro24

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Haager Land

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser