Hangrutsch: Arbeiten eingestellt

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Nach weiteren Setzungen an der Bruchkante und am Uferweg wurden die Sanierungsarbeiten am Hang bei Daumoos vorerst eingestellt, die Straße von Gars nach Aschau bleibt voraussichtlich bis Jahresende gesperrt.

Gars - Bisher liefen die Arbeiten am Hangrutsch an der Straße zwischen Gars und Aschau bei Daumoos planmäßig - bisher!

Bis am Freitag neue Setzungen festgestellt wurden. Die Arbeiten ruhen jetzt, voraussichtlich bis Jahresende bleibt die Straße gesperrt.

Anvisiert war ein Termin für die Freigabe der Straße Anfang Oktober, dieser ist nun nicht mehr realisierbar. "Aus derzeitiger Sicht ist auf jeden Fall mit einer Sperre bis zum Jahresende zu rechnen", so Bauoberrat Christian Reichl vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim, der sich die neuen Erdbewegungen am Montag mit Mitarbeitern des Büros für Geotechnik, der beauftragten Baufirma und vom Verbund Innkraftwerke anschaute.

Probleme traten vergangene Woche bei der Sanierung des Hangs auf. Am bisher aufgebauten Stützkörper an der Geländebruchkante und am Uferweg wurden Setzungen festgestellt die auf einen zusätzlichen Geländebruch im Untergrund hindeuten.

Bis zur Klärung der Ursache und Festlegung ergänzender Stützmaßnahmen müssen die bisherigen Arbeiten unterbrochen werden. Es werden derzeit nur noch notwendige Stabilisierungsmaßnahmen durchgeführt und zusätzliche Bohrungen für geologische Untersuchungen in weitere Tiefe sowie in der Geländebruchachse, die vor der Maßnahme für die notwendigen Bohrgeräte nicht zugänglich war. Das Setzungsverhalten wird vermessungstechnisch überwacht und der Hang täglich kontrolliert.

Aus derzeitiger Sicht werden zusätzliche Sicherungs- und Stabilisierungsmaßnahmen im Untergrund zwischen den Anschüttungen, die in den letzten Wochen stattfanden, und Innufer notwendig. "Die notwendigen Schritte hierfür sind bereits eingeleitet. Das grundsätzliche Sanierungskonzept für die Sicherung des Hanges kann aber aus heutiger Sicht beibehalten werden", sagt Reichl.

Die Ursache für die Setzungen im Baustellenbereich und die entsprechenden Gegenmaßnahmen können erst nach zusätzlichen geologischen Untersuchungen genau bestimmt und festgelegt werden. Diese sind bereits veranlasst. Vermutlich waren das Setzungsverhalten des anstehenden Baugrundes unter der Anschüttung und der Verlauf von Gleitschichten ungünstiger als durch die erfolgten geologischen Untersuchungen anzunehmen. "Es ist schwierig das richtige Maß für die Untersuchungen zu finden. Reichen zehn Meter bei den Bohrungen oder sollten es 100 Meter sein, was die Sache natürlich verteuert", schildert Christian Reichl das Problem bei solch schwierigen geologischen Schichten wie sie im Hang vorhanden sind.

Erschwerend seien sicher auch die sehr nassen Monate in diesem Sommer gewesen, so dass sich die "Trockenlegung" des Rutschbereichs schwierig gestaltet habe.

Nachdem Vororttermin am Montag sieht das weitere Vorgehen nach aktuellem Sachstand so aus: Vorerst müssen die Arbeiten bis auf Stabilisierungsarbeiten am derzeitigen Niveau und zusätzlichen geologischen Untersuchungen aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Nach den Ergebnissen der Untersuchung wird mit den entsprechenden Arbeiten zur Stabilisierung des Bereichs zwischen Anschüttung und Inn begonnen. Erst dann können der weitere Aufbau der Anschüttung und anschließend die Herstellung der Nagelwand bis auf Straßenniveau erfolgen.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim hofft derweil auf Verständnis für die unvermeidbare Verlängerung der Vollsperrung im Bereich von Daumoos, die den schwierigen geologischen Verhältnissen geschuldet ist.

vo/re/Waldkraiburger Nachrichten

Quelle: innsalzach24.de

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