Mehr ausgegeben als zuvor gedacht

Haag - Mit großer Mehrheit akzeptierte der Haager Gemeinderat die über- und außerplanmäßigen Ausgaben, die für das Haushaltsjahr 2010 angefallen waren.

Löcher in die Gemeindekasse hatte der strenge Winter gerissen. Kämmerer Manfred Mörwald erläuterte die Mehrausgaben und beteuerte vorweg: "Die Deckung war immer gewährleistet." Für das "Kindernest" des Familienzentrums waren 17165 Euro angesetzt, aber 25499 Euro, also 8334 Euro mehr, ausgegeben worden. Der Gemeinderat hatte die Förderung pro Kind und Stunde mit zwei Euro zugesichert. Die Einrichtung war im Vergleich zum Start ausgelastet.

Zu gering berechnet waren die Ausgaben für den Gemeindekindergarten. Hier musste die Gemeinde für die Sozialversicherungsbeiträge der Angestellten 68012 Euro, 8912 mehr als geplant, bezahlen. Statt 25000 Euro gab die Verwaltung für die Förderung des Sports 32615 Euro aus. In die Waagschale fielen die gestiegenen Ausgaben für die Pflege von je drei Sportplätzen in Haag und in Oberndorf. Zudem bestanden die Pauschalen für die Jugendförderung seit langem. Mörwald regte an, den Ansatz für nächstes Jahr neu zu berechnen.

Ebenfalls um gute 8000 Euro mehr musste die Gemeindeverwaltung für den Straßenunterhalt berappen, der mit 53387 Euro zu Buche schlug. Zusätzliche Maßnahmen betrafen Asphaltierungen, Bordsteinsetzen und Unterhalt. Die höchste Überschreitung der überplanmäßigen Ausgaben wurde für den Winterdienst fällig. 36000 Euro hatte man berechnet, 86294 Euro musste man schließlich bezahlen.

Die Ausgaben für den Winterdienst, erinnerte Mörwald, hängen maßgeblich von der Witterung ab. Im Jahre 2007 haben der Gemeinde noch 19000 Euro für den Ankauf von Auftausalz für die Straßen genügt. Zum Jahreswechsel von 2009 auf 2010 sei hinzugekommen, dass alle Salzlager ausverkauft waren. So rüstete auch die Gemeinde Haag im Nachkauf mit 650 Tonnen Salz nach und füllte die Lager. Die Tonne kostete 65 Euro. Die Gemeinde habe den Umständen entsprechend richtig gehandelt. Nun seien die Lager voll, man müsse für den nächsten Winter weniger kaufen: "Das Salz wird nicht schlecht."

Mehr als veranschlagt gab man auch für die Straßenreinigung mit insgesamt 19799 Euro aus. Die Klärschlammentsorgung für die Anlage in Aicha kostete die Gemeinde 261576 Euro und somit um 34552 Euro mehr als vorgesehen. Das lag nach Mörwald an der Erhöhung der Schmutzfracht. Ein weiterer Posten von 58723 Euro betraf die Durchbuchung.

Für den Bauhof mussten wegen einer Elternzeitvertretung 13451 Euro mehr an Gehälter ausgegeben werden, was nach Ansicht des Kämmerers "durchaus im Rahmen" lag. Den Rahmen des Vermögenshaushalts sprengten der Kauf von Kopierern und Druckern für das Rathaus zu 11814 Euro, Zuführungen zu den Sonderrücklagen und eine Unterdeckung bei der Wasserversorgung. Zur aktuellen Erneuerung der Kanalisation der Ortsteile habe man schließlich eine gesonderte Stelle für die Hausanschlüsse eingerichtet und außerplanmäßige Ausgaben verursacht.

Gegen die Übernahme der außer- und überplanmäßigen Ausgaben stimmten abschließend nach kurzer Diskussion Ludwig Schletter (CSU) und Thomas Sax (CSU).

xy/Wasserburger-Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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