Kein Tetrafunk in Pfeilstett

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Reichertsheim - Teilerfolg für die Bürgerinitiative „Funkbewusstsein Reichertsheim“: Der Standort Pfeilstett ist für einen 43 Meter hohen Tetrafunk-Sendemast vom Tisch!

Mit verhaltener Stimmung nahmen die Mitglieder der Bürgerinitiative „Funkbewusstsein Reichertsheim“ die Nachricht auf, die der Grundstückseigentümer bekannt gegeben hatte: Der Standort Pfeilstett stehe für die Errichtung eines 43 Meter hohen Tetrafunk-Sendemastens nicht mehr zur Verfügung.

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Im Frühjahr 2010 wurde bekannt, dass ein Tetrafunk-Sendemast für den digitalen Bündelfunk von Behörden in Reichertsheim errichtet werden soll, worauf sich eine Gruppe von Gleichgesinnten zum Widerstand formierte. Es wurde befürchtet, dass die Strahlung negative Gesundheitsfolgen für Mensch und Tier haben könnte.

Bilder von der Protest-Bewegung:

Tetrafunk-Proteste bei Pfeilstett

Die Geburtsstunde der Bürgerinititative „Funkbewusstsein Reichertsheim“ nahm Formen an, denn das Ziel war, den Tetrafunk in seiner bisherigen Form zu verhindern und die Mobilfunkbelastung zu begrenzen.

Von Anfang an ging es der Bürgerinitiative um sachliche und kompetente Aufklärung, so auch im Juni 2010 bei der Infoveranstaltung in Tiefenstätt mit Funktechniker Ulrich Weiner, der als betroffenes Strahlenopfer und Referent eingeladen wurde.

Ein voller Saal bestätigte das rege Interesse der Bevölkerung, als Ulrich Weiner die Schädlichkeit des Tetrafunks anschaulich erläuterte. Zumal wurde seiner Meinung nach der gut funktionierende Analogfunk, den Rettungsdienste, Feuerwehren und Polizei verwenden, vernachlässigt, um dem digitalen Bündelfunk den Weg in die Zukunft zu ebnen.

Im Juni 2010 fand in Tiefenstätt dann eine gut besuchte Informationsveranstaltung seitens des befürwortenden Innenministeriums und der Betreiberfirma statt.

Auf einem weiteren Treffen mit vollem Haus in Thambach zum Thema „Sind wir nicht schon genug bestrahlt“ zeigte ein betroffener Landwirt heftige Fotos seiner Ferkel, die unter zahlreichen Missbildungen leiden, seit vor zwei Jahren in 300 Metern Entfernung ein Mobilfunkmast in Betrieb genommen wurde.

Innenministerium lenkt ein: Senderstandort Pfeilstett aufgegeben

Im bayrischen Landtag wurde am 26. Januar 2011 im Petitionsausschuss das Gesuch gegen den Tetrafunk bearbeitet, mit dem Ergebnis: Der Standort Pfeilstett sei sehr speziell und werde allem Anschein nach nicht realisiert.

Jetzt ist es amtlich, der Standort steht nicht mehr zur Debatte. Die Erleichterung war groß bei den Nachbarn, welche Milchviehwirtschaft betreiben, da diese durch die unmittelbare Nähe zum Sendemasten nicht mehr um ihre eigene Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Tiere Angst haben müssen.

Nun werden neue Standorte rund um Reichertsheim gesucht, somit wird die Bürgerinitiative weiterhin wachsam sein müssen und gemeinsam mit der Dachorganisation „Diagnose Funk“ und den weit über 100 anderen Bürgerinitiativen zusammenarbeiten. Ziel wird es sein, für einen kostengünstigen, gut funktionierenden und risikoarmen Rettungsfunk zu kämpfen, denn darüber sind sich alle Beteiligten einig: ein flächendeckender Rettungsfunk ist im ländlichen Raum unverzichtbar.

aj

Quelle: innsalzach24.de

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