Kirchdorf stürmt an die Finanzspitze

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In Kirchdorf sprudelt die Gewerbesteuer. 

Kirchdorf - Nirgendwo im Landkreis ist die Steuerkraft pro Kopf höher: Die Gemeinde Kirchdorf brachte es mit 1326 Einwohnern auf insgesamt 75,6 Millionen Steueraufkommen.

In der Gemeinde Kirchdorf wird jeder der 1326 Kirchdorfer mit 2870 Euro gewertet.Insgesamt hatten die Gemeinden im Landkreis im Jahr 2010 ein Steueraufkommen von 75,6 Millionen Euro.

Die Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis haben im Jahr 2010 eine Million Grundsteuer A, 7,3 Millionen Grundsteuer B, 30,3 Millionen Gewerbesteuer, 33,6 Millionen Einkommenssteuer und 3,2 Millionen Euro an Umsatzsteuerbeteiligung eingenommen. Insgesamt betrug das gesamte Steuereinkommen 75,6 Millionen Euro.

Bei der Steuerkraft pro Person liegt Kirchdorf mit 2870 Euro an der Spitze, den zweiten Platz belegt mit 1079 Euro die Gemeinde Aschau, gefolgt von Ampfing mit 984 Euro. Die Steuerkraft pro Person in einer Gemeinde errechnet sich nach den Gesamtsteuereinnahmen. Schlusslicht bei dieser Tabelle ist die Gemeinde Niedertaufkirchen mit 343 Euro. Die Stadt Mühldorf kommt auf einen Wert von 745 und die Stadt Waldkraiburg auf 750 Euro. Die Gemeinde Kirchdorf profitiert bei der Gewerbesteuer von der Ansiedlung eines Betriebs im Gemeindebereich.

Mit rund neun Millionen Euro an Gewerbesteuer-Einnahmen liegt die Stadt Waldkraiburg an erster Stelle im Landkreis. Die Stadt Mühldorf konnte 4,4 Millionen Euro einnehmen, die Gemeinde Kirchdorf 3,2 Millionen Euro und die Gemeinde Ampfing rund drei Millionen Euro. Schlusslicht bei den Gewerbesteuer-Einnahmen ist die Gemeinde Schönberg mit rund 40 000 Euro.

Bei der Einkommenssteuer-Beteiligung erhält die Stadt Mühldorf mit 6,2 Millionen Euro den Spitzenplatz. Die Stadt Waldkraiburg liegt mit 6,1 Millionen Euro knapp dahinter. Auf dem dritten Platz dieser Liste reiht sich der Markt Haag mit 2,4 Millionen Euro ein. Die Gemeinde Ampfing nimmt aus diesem Steuertopf rund zwei Millionen Euro ein. Schlusslicht ist hier im Landkreis Mühldorf die Gemeinde Lohkirchen mit 160 000 Euro. Die Gemeinde Kirchdorf erhält aus dieser Steuerquelle knapp 400 000 Euro.

Von den gesamten Steuereinnahmen der Städte, Märkte und Gemeinden erhält der Landkreis rund 47 Millionen Euro, fast die Häfte davon muss der Landkreis als Bezirksumlage an den Bezirk Oberbayern überweisen.

sb//Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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