AfD-Landratskandidat Martin Wieser im Interview

"Habe Erfahrungen gesammelt, überparteilich ins Gespräch zu kommen"

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Martin Wieser kandidiert für die AfD für das Amt des Landrats im Kreis Mühldorf am Inn bei der Kommunalwahl 2020.
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Landkreis Mühldorf - Im Interview mit innsalzach24.de berichtet AfD-Landratskandidat Martin Wieser über seine Motivation für die Kandidatur bei der Kommunalwahl 2020. 

"Ex-Chauffeur des Landrats will jetzt selbst Landrat werden", h ieß es bei innsalzach24.de. "Ex-Chauffeur will Platz auf der Rückbank: Martin Wieser kandidiert für AfD als Mühldorfer Landrat", titelte der Mühldorfer Anzeiger, nachdem die AfD bekannt gab, dass Martin Wieser für sie als Landrats-Kandidat antreten soll. 

Bis vor rund drei Jahren war er nicht nur Leiter des Fuhrparks der Behörde, sondern chauffierte auch Landrat Georg Huber selbst. Mittlerweile ist Wieser für die Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Ausländer, sowie Katastrophenschutz zuständig. Ein Zerwürfnis aufgrund seiner politischen Ausrichtung sorgte dafür, dass er innerhalb des Landratsamtes versetzt wurde.

Wieser: Sehe mich als gut qualifiziert an

Ob es die Kandidatur auch ohne sein Zerwürfnis mit Huber gegeben hätte? "Das ist im Nachhinein schwierig zu beurteilen", erwidert Wieser. "Aber ich habe mich ja inzwischen durchaus schon politisch profiliert." Im Oktober des vergangenen Jahres zog er mit 12,9 Prozent der Erststimmen in den Bezirkstag ein. Dort habe er in der Zwischenzeit noch einmal einiges an Erfahrungen sammeln können. "Auch darin, überparteilich ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Linien zu finden und beispielsweise im Vornhinein zu klären, ob ein Antrag politisch überlebensfähig ist." 

Auch sonst sieht er sich als gut qualifiziert für das Amt des Landrats an. "Ich bin ja schon seit 28 Jahren in verschiedenen Funktionen im Landratsamt tätig", erklärt er. Daher bringe er einiges an Wissen um die Strukturen aber auch die menschlichen Aspekte der Behörde ein. "Beispielsweise wäre es für mich ein Ziel, eine mitarbeiterfreundlichere Politik zu etablieren", berichtet er, "Eine, bei der man mehr ins persönliche Gespräch kommt."

Entbürokratisierung wichtiges Anliegen

Entbürokratisierung sei, wie schon im Bezirkstagswahlkampf 2018, ein zentrales Thema für ihn. "Vor allem für Vereine muss sich einiges bessern", betont er. Noch immer hätten dort die Vorstände mit einer Flut an Anforderungen zu kämpfen. "Beispielsweise beim TSV Jettenbach gibt es deshalb ein echtes Problem, einen neuen Vorsitzenden zu finden", klagt er. "Es ist ja auch bezeichnend, dass die Zahl der Vereine insgesamt, besonders aber auch der Sportvereine bei uns im Landkreis stark zurückgegangen ist."

"Ein weiteres Ziel ist für mich, eine Anlaufstelle für Senioren zu schaffen, bei der ihnen unbürokratisch geholfen wird", berichtet Wieser. Auch sei es ihm ein Anliegen, bestehende Pflegestützpunkte zu unterstützen und weitere zu schaffen. "Das wäre eine wichtige Stütze für die häusliche Pflege.

hs

Quelle: innsalzach24.de

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