UWG-Landrats-Kandidat bei der Kommunalwahl 2020

Maier: "Man kann heutzutage nicht mehr alleine regieren"

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UWG-Kreisvorsitzender Ulli Maier ist Kandidat für das Amt des Landrats im Kreis Mühldorf am Inn bei der Kommunalwahl 2020.
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Landkreis Mühldorf am Inn - Im Interview mit innsalzach24.de erklärt UWG-Kreisvorsitzender Ulli Maier die Beweggründe für seine Kandidatur für das Amt des Landrats:

"Die Wahl fiel auf mich, da ich durch meine Tätigkeit in der lokalen Wirtschaft und Politik ja nicht wenig Bekanntheit erlangt habe", erklärt Ulli Maier seine Kandidatur gegenüber innsalzach24.de "Ich gehe jetzt auf die 60 zu. In meiner Firma ist schon aus Altersgründen also soweit alles geregelt, dass ich mich dann vollends dem Amt des Landrats widmen könnte." Bereits Ende Oktober bestimmte die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) den Waldkraiburger Stadtrat und Kreisvorsitzenden Ulli Maier zu ihrem Landrats-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020. Er soll gemeinsamer Kandidat mit der Wählergemeinschaft West (WGW) sein.

Gemeinsamer Kandidat von UWG und WGW

Nur bei den Landtagswahlen treten UWG und WGW gemeinsam als Liste "Freie Wähler" (FW) an. Bei den Kommunalwahlen haben sie dagegen getrennte Listen für den Kreistag. Die Idee dahinter sei, eine eigene unabhängige Wählergemeinschaft für die eher ländlich geprägten westlichen Gemeinden des Landkreises Mühldorf zu haben. Die Abgrenzung von der UWG diene auch dazu, dass die Unabhängigen aus dem westliche Landkreis ihren Platz im Kreistag hätten. Bereits Anfang Juni hatten allerdings sowohl Maier, als auch WGW-Kreisvorsitzender Josef Schöberl in Interviews mit innsalzach24.de anklingen lassen, dass sie wohl einen gemeinsamen Landrats-Kandidaten aufstellen würden. 

Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 war jeweils Peter Huber Kandidat gewesen. Beide Male kam dieser auf 20 Prozent der Stimmen. Neben Maier treten aktuell noch fünf weitere Kandidaten für CSU, SPD, Grüne, AfD und FDP an.

Maier: Anderer Führungsstil als Amtsinhaber Huber

Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit qualifiziere ihn auch seine Rolle als Stadt- und Kreisrat für das Amt, erklärt Maier. "Ich kenne die Wirtschaftslandschaft hier im Landkreis gut. In die Kommunalpolitik bin ich spät, aber dafür umso intensiver eingestiegen", führt er aus. Es liege ihm viel daran, dass die UWG eine noch größere Rolle in der Kreispolitik spielt. "Wir machen in den Stadträten und dem Kreistag sachorientierte Politik, auf die Mitte hin orientiert und ohne ideologische Einflüsse von links oder rechts", betont er. Er räumt allerdings ein, dass Umweltpolitik künftig mehr eine Rolle spielen müsse.

Im Unterschied zu Amtsinhaber Georg Huber würde er als Landrat einen anderen Führungsstil pflegen. "Man kann heutzutage nicht mehr alleine regieren", so Maier. Ein Beispiel sei die Fusion der Kreiskliniken, welche federführend von den beiden CSU-Landräten Georg Huber und Erwin Schneider geleitet wurden. "Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich da auch so selbstbewusst als Spezialist an die Spitze gesetzt hätte", bemerkt Maier.

Die CSU sei gewohnt gewesen, aus einer Mehrheit heraus zu regieren."Das wird aber künftig nicht mehr der Fall sein." Man müsse heutzutage mit den politischen Gruppierungen anders sprechen. "Der Landkreis ist in seinen Strukturen vielfältig aufgestellt. Beispielsweise bei den Kreiskliniken oder dem Hochschul-Verband braucht es dann Spezialisten, die unabhängig von Parteizugehörigkeiten nach ihrer Qualifikation in die Aufsichtsräte ernannt werden." 

hs

Quelle: innsalzach24.de

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