Krankenhäuser vor Fusion?

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Die Mühldorfer Kreiskliniken sollen mit den Altöttinger Kreiskliniken fusionieren.

Altötting/Mühldorf - Die Kreiskliniken Mühldorf und Altötting sollen fusionieren. Dies ist das Ziel der beiden Landräte Georg Huber und Erwin Schneider.

Diese Pläne, die intern schon lange diskutiert wurden, scheinen in die konkrete Phase zu gehen.

Die Pläne über eine Fusion waren Thema auf einer Personalversammlung der Kreiskliniken Altötting. In dieser Versammlung wurden die Mitarbeiter von Altöttings Klinikvorstand Michael Postmeier über die Fusionspläne informiert, die lange schon intern zwischen den beiden Landkreisen diskutiert wurden.

Nach Informationen des Mühldorfer Anzeigers sind die Pläne zur Fusion noch wage, die grundsätzliche Entscheidung über ein Zusammengehen der beiden Kreiskliniken scheint aber beschlossene Sache zu sein. Die bisherigen Fusionsgespräche haben auf Mühldorfer Seite Ärztlicher Direktor Dr. Wolfgang Richter und Geschäftsführer Heiner Kelbl geführt. Die Altöttinger Seite vertraten Verwaltungsdirektor Robert Moser und Ärztlicher Direktor Professor Michael Kraus. Die beiden Landräte waren bei den letzten Gesprächen mit dabei. "Wichtig ist, dass sich zwei gesunde Unternehmen über diesen Zuammenschluss unterhalten", erklärte Geschäftsführer Heiner Kebl.

Die Kreiskliniken Mühldorf sind im Landkreis an den Standorten Mühldorf und Haag präsent, die Kreiskliniken Altötting in Altötting und Burghausen. Zusammen kommen beide Kliniken auf rund 2500 Mitarbeiter. Die Kreiskliniken Mühldorf setzten derzeit 50 Millionen Euro um, die Kreiskliniken in Altötting 80 Millionen.

Die Mühldorfer Klinik wird in der Rechtsform einer GmbH geführt, die Altöttinger Kliniken sind ein Kommunalunternehmen. Welche Rechtsform in Zukunft gewählt werden soll, ist nach derzeitigem Kenntnisstand noch offen. Beide Landräte, so Georg Huber, wollen noch im nächsten Jahr zu einer definitiven Entscheidung kommen.

Landrat Georg Huber hat gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger die Fusionsgespräche bestätigt. Er sieht massive Vorteile in einer engen Zusammenarbeit und verweist auf die gelungene Verschmelzung der beiden Kreissparkassen. Wichtig ist Huber, dass die Standorte der Kreiskliniken in Mühldorf bestehen bleiben. Dies gilt auch für seinen Altöttinger Amtskollegen. Huber will in der nächsten Zeit den Aufsichtsrat der Mühldorfer Kreiskliniken über die Fusionsgespräche informieren und das weitere Vorgehen absprechen.

Die Fusion soll Synergieeffekte in beiden Kreiskliniken bringen und zu einer Dämpfung der Kosten führen. Detailfragen wurden aber bisher nicht geklärt.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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