Arbeitslosenquote steigt auf über 3 Prozent

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Landkreis - Nahezu 500 Arbeitslose mehr hat die Agentur Pfarrkirchen in ihrem Zuständigkeitsbereich im Sommermonat August zu verzeichnen.

Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Vergleich zum Juli um neun Prozent, die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf nun 3,3 Prozent. Der Anstieg ist in erster Linie auf die vermehrten Meldungen von Jugendlichen nach ihrer Schul- bzw. Berufsausbildung zurückzuführen.

Der Zugang an Arbeitsstellen ist, nach einem Rückgang der Zahlen im Juli, wieder gestiegen. Der Bestand an offenen Stellen liegt aktuell nur leicht unter dem Niveau des Vormonates und des Vorjahres. In einigen Branchen können vakante Arbeitsplätze nach wie vor nicht ohne Weiteres besetzt werden.

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, der die Landkreise Rottal-Inn, Altötting und Mühldorf umfasst, ist leicht gestiegen. Im August waren 5.972 Menschen ohne Arbeit, das sind 478 Personen (neun Prozent) mehr als im Juli. 2.883 Personen (Vormonat: 2.499) wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 3.089 (Vormonat: 2.995) Menschen von den Jobcentern. Die Arbeitslosenquote lag mit 3,3 Prozent um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vormonat Juli. Im Vergleich zum August des letzten Jahres ist die Arbeitslosigkeit um zwei Prozent (98 Personen) gesunken. Im August 2011 betrug die Arbeitsostenquote noch 3,4 Prozent.

„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium beginnen. Zudem werden im Haupturlaubsmonat August schlichtweg weniger Personalentscheidungen getroffen, was sich ebenfalls auf den Arbeitsmarkt auswirkt“, kommentiert Jutta Müller, Leiterin der Agentur für Arbeit Pfarrkirchen, die neuen Arbeitsmarktzahlen.

Gegenüber dem Vorjahr meldeten sich weniger Menschen arbeitslos, gleichzeitig konnten jedoch auch weniger Menschen die Arbeitslosigkeit beenden. 2.025 Arbeitslosmeldungen (190 Personen bzw. neun Prozent weniger im Vergleich zum (August 2011) und 1.549 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit (272 Personen bzw. 15 Prozent weniger als im August 2011) wurden gezählt.

1.593 Frauen und Männer waren im August ein Jahr und länger ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies sind 28 Personen (zwei Prozent) mehr als im Vormonat. Gegenüber August 2011 ist jedoch ein Rückgang von 61 Personen (vier Prozent) festzustellen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen beträgt, gemessen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen, 27 Prozent; drei Viertel der Langzeitarbeitslosen (1.234 Personen) waren bei den Jobcentern gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist, wie eingangs beschrieben, erwartungsgemäß und deutlich gestiegen. Im August waren 876 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, dies sind 247 (39 Prozent) mehr als im Juli. Der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtarbeitslosigkeit steigt dadurch von elf auf knapp 15 Prozent. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass sich der Anstieg im Rahmen bewegt – im letzten Jahr waren noch 38 Jugendliche (vier Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Bestand an offenen Stellen im Agenturbezirk Pfarrkirchen ist im August leicht gesunken. 1.490 Stellen waren im Bestand, dies sind 136 Stellen (acht Prozent) weniger als im Juli und 133 Stellen (acht Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. 681 freie Stellen wurden im Agenturbezirk Pfarrkirchen neu gemeldet. Dies sind 74 Stellenzugänge (zwölf Prozent) mehr als im Vormonat, jedoch 86 (elf Prozent) weniger als im August 2011.

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat gestiegen. 1.923 Menschen waren ohne Beschäftigung, dies sind 133 Personen (sieben Prozent) mehr als im Juli 2012. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,0 auf 3,3 Prozent. 975 Arbeitslose (Vormonat: 849) waren bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 948 (Vormonat: 941) beim Jobcenter. Im Vergleich zum August 2011 ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 46 Personen (zwei Prozent) zu verzeichnen, die Arbeitslosenquote lag zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bei 3,3 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr meldeten sich weniger Menschen arbeitslos, gleichzeitig konnten jedoch auch weniger Menschen die Arbeitslosigkeit beenden. 679 Arbeitslosmeldungen (36 Personen bzw. fünf Prozent weniger im Vergleich zum August 2011) und 547 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit (100 Personen bzw. 16 Prozent weniger als im August 2011) wurden gezählt.

493 Frauen und Männer waren im August länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos. Dies sind neun Personen (zwei Prozent) weniger als im Juli und zehn Personen (zwei Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen, gemessen an allen Arbeitslosen, beträgt 26 Prozent. Zwei Drittel (330 Personen) werden vom Jobcenter Altötting betreut.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat erwartungsgemäß und deutlich gestiegen. 281 junge Menschen unter 25 Jahren waren im August ohne Arbeit, dies sind 70 Personen (33 Prozent) mehr als im Vormonat. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit ist dadurch auf 15 Prozent gestiegen. Agenturchefin Jutta Müller erläutert: „Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium beginnen“. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass sich der Anstieg im Rahmen bewegt – im letzten Jahr waren noch 26 Jugendliche (neun Prozent) mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Landkreis Altötting sind derzeit 377 offene Stellen im Bestand. Dies sind 90 Stellen (19 Prozent) weniger als im Vormonat und 116 Stellen (24 Prozent) weniger als im August des Vorjahres. 181 Stellenangebote wurden im Berichtsmonat neu gemeldet, dies sind drei weniger als im Juli und 39 (18 Prozent) weniger als im August 2011. Die Stellenangebote kamen überwiegend aus der Dienstleistungsbranche, dem Handel und aus dem Gastgewerbe.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor robust. Leichte Schwankungen wie das geringfügige minus im aktuellen Stellenzugang und –bestand sind im Jahresverlauf durchaus üblich“, erläutert Agenturchefin Jutta Müller.

Geschäftsstelle Mühldorf mit Jobcenter Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf ist die Zahl der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 159 Personen (acht Prozent) gestiegen. 2.177 Menschen waren damit im Juli ohne Arbeit. Der Kundenkreis der Agentur für Arbeit zählte 1.015 Personen (Vormonat: 861), das Jobcenter Mühldorf betreute 1.162 arbeitslose Menschen (Vormonat: 1.157). Die Arbeitslosenquote betrug 3,7 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um 16 Personen (ein Prozent), die Arbeitslosenquote betrug damals ebenfalls 3,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr meldeten sich weniger Menschen arbeitslos, gleichzeitig konnten jedoch auch weniger Menschen die Arbeitslosigkeit beenden. 715 Arbeitslosmeldungen (46 Personen bzw. sechs Prozent weniger im Vergleich zum August 2011) und 553 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit (46 Personen bzw. acht Prozent weniger als im August 2011) wurden gezählt.

600 Menschen waren im August länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit langzeitarbeitslos, dies sind 16 Personen (drei Prozent) mehr als im Vormonat. Gegenüber August 2011 ist jedoch ein Rückgang um 67 Personen oder zehn Prozent in dieser Personengruppe zu verzeichnen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen beträgt 28 Prozent, der weitaus überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (513 Personen) wird vom Jobcenter Mühldorf betreut.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat erwartungsgemäß und deutlich gestiegen. 300 junge Menschen unter 25 Jahren waren im August ohne Arbeit, dies sind 98 Personen (49 Prozent) mehr als im Vormonat. Der Anteil der Jüngeren an der Gesamtarbeitslosigkeit ist dadurch von zehn auf 14 Prozent gestiegen. Agenturchefin Jutta Müller erläutert: „Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist für die Jahreszeit üblich: In den Sommermonaten melden sich regelmäßig eine Reihe von Schulabgängern und Ausbildungsabsolventen arbeitslos, die im Herbst eine Berufsausbildung, eine weiterführende Schule oder ein Studium beginnen“. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass sich der Anstieg im Rahmen bewegt – im letzten Jahr waren lediglich 10 Jugendliche (drei Prozent) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Bestand an offenen Stellen ist im Landkreis Mühldorf leicht gesunken. Mit 530 an der Zahl waren es um 37 Stellen (sieben Prozent) weniger als im Vormonat und 25 Stellen (fünf Prozent) weniger als August des Vorjahres. 218 Stellenangebote wurden im Berichtsmonat neu gemeldet. Dies sind 20 (zehn Prozent) mehr als im Vormonat, jedoch 41 (16 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Stellenangebote kamen überwiegend aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Dienstleistungsbranche sowie dem Gesundheitsbereich.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Pfarrkirchen

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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