Großeinsatz am Innkanal im Landkreis Mühldorf

Urlauber müssen lebensgefährlichen "Ausflug" selbst bezahlen

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Landkreis Mühldorf - Am Sonntagnachmittag stachen zwei junge Urlauber im Innkanal "in See". Dass das Ganze verboten und lebensgefährlich ist, war ihnen offenbar nicht bewusst. Den Großeinsatz werden die beiden nun aus eigener Tasche zahlen müssen:

UPDATE, Montag, 11 Uhr - Polizeimeldung:

Am Sonntagnachmittag ging bei der Integrierten Leitstelle (ILS) in Rosenheim eine Meldung ein, wonach zwei junge Männer soeben bei Pürten auf dem Innkanal mit einem Schlauchboot "in See" gestochen seien. Als eine Streife der Polizei Waldkraiburg eintraf, waren die beiden Männer schon außer Sicht. Bei einer weiteren Absuche des Innkanals durch die Polizei Altötting und Mühldorf konnte das Schlauchboot zunächst nicht gesichtet werden. 

Schließlich wurden die Feuerwehren Mühldorf, Waldkraiburg und Ebing, Wasserwacht, DLRG, BRK und das THW alarmiert. Die Wasserwacht konnte das Schlauchboot kurz vor der Innbrücke Äußere Neumarkter Straße lokalisieren. Die beiden Männer konnten dann bei der Anlegestelle kurz nach der Brücke unverletzt gerettet werden. Auf die beiden Männer kommen jetzt die Einsatzkosten in noch nicht zu beziffernder Höhe zu.

Es wird eindringlich darauf hingewiesen, dass das Befahren des Innkanals mit Booten jeglicher Art strengstens verboten ist! Aufgrund der starken Fließgeschwindigkeit besteht absolute Lebensgefahr! Durch die Betonwände ist es fast nicht möglich, den Innkanal zu verlassen, auch in den Landebuchten ist es kaum möglich, ein Boot anzulanden.

Pressemeldung Polizei Mühldorf

Die Erstmeldung:

Am Sonntagnachmittag kurz nach 16 Uhr wurde für die Wasserrettungskräfte von DLRG und BRK-Wasserwacht, sowie für die Feuerwehren aus Waldkraiburg, Pürten, Kraiburg, Ebing und Mühldorf Großalarm ausgelöst. 

Grund hierfür war ein von Passanten gemeldetes Schlauchboot auf dem Innkanal. Durch das schnelle Eingreifen der Wasserretter war es möglich, die Urlauber ohne Ortskenntnisse vor einer großen Gefahr zu schützen und unverletzt nahe Ebing aus dem Wasser zu holen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Urlauber mit ihrem Gefährt bis vor das Töginger Wasserschloss gefahren wären. 

Das Baden und Bootfahren auf dem Innkanal ist strikt verboten. Welche Strafe die beiden Urlauber erwartet ist ungewiss. Eine Lehrstunde war es allemal.

Großeinsatz für die Rettungskräfte im Innkanal

mh/Timebreak21

Quelle: innsalzach24.de

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