Landrats-Kandidatin der SPD im Interview

Kölbl: Brauchen bessere Kommunikation und mehr Transparenz 

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Angelika Kölbl ist Kandidatin der SPD für das Amt des Landrats im Kreis Mühldorf am Inn.
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Landkreis Mühldorf am Inn - Vor kurzem gab die SPD bekannt, dass Angelika Kölbl ihre Kandidatin für das Amt des Landrats sein wird.  Im Interview mit innsalzach24.de stellt sie ihre Pläne vor:

Bei der Kommunalwahl 2008 war Richard Fischer Kandidat gewesen und kam auf zwölf Prozent der Stimmen. 2014 trat Alexander Will an und erreichte nur noch sieben Prozent. "Parteipolitische Erwägungen spielen bei meiner Kandidatur keine Rolle", betont Kölbl im Interview mit innsalzach24.de. Sie sei sich sicher, dass sie die Wähler mit ihren Qualifikationen für das Amt überzeugen könne. Neben ihr treten aktuell noch vier weitere Kandidaten für CSU, Grüne, AfD und UWG/WGW an.

"Zunächst einmal bringe ich als Sparkassen-Betriebswirtin gute Voraussetzungen was grundsätzliche Kompetenzen betrifft ein", erklärt sie. Vor allem aber biete sie einen neuen Führungsstil an der Spitze des Landkreises. "Grundsätzlich haben Georg Huber und sein Verwaltungs-Team ja ordentliche Politik gemacht. Das will ich gar nicht kleinreden", betont Kölbl. "Aber es braucht eine neue Vorgehensweise und vor allem eine bessere Kommunikation und mehr Transparenz unserer Landkreis-Politik. Ein Beispiel dafür ist die Fusion der Kreiskliniken."

Kölbl: Mehr offen kommunizieren und Probleme erkennen

Dabei hätte man ihrer Ansicht nach bei der einfühlsamer mit den Mitarbeitern umgehen können."Man hätte von Anfang an mit ihnen das Gespräch suchen und auf ihre Ängste und Wünsche eingehen müssen." Auch sonst sei es wichtig, kritische Themen offener zu kommunizieren, frühzeitig so Problemfelder zu erkennen und diese dann mit allen Beteiligten möglichst zu beseitigen oder zu klären.

"Beispielsweise die ganze Debatte um das Waldbad in Waldkraiburg hat gezeigt: Auch wenn ein Projekt in einem Gremium mehrheitlich angenommen wird, heißt das nicht, dass es nicht noch Bedenken und Widerstände aus der Bevölkerung geben kann. In diesem Fall haben die ja dann sogar dazu geführt, dass die vom Waldkraiburger Stadtrat und dem Aschauer Gemeinderat genehmigte Planung doch noch durch das Bürgerbegehren in Aschau gestoppt wurde.

Im Interview mit innsalzach24.de wies auch Politik-Experte  Dr. Martin Gross darauf hin, dass Bürgerbeteiligung in der Lokalpolitik immer mehr zunehmen wird. Kommunen und Verwaltungen müssten damit künftig als feste Größe rechnen, so der Politikwissenschaftler.

Kölbl: Mehr über Tellerrand hinausschauen

Auch bei der Art, wie Themen angegangen werden, wolle sie andere Wege beschreiten. "Wir müssen viel häufiger über den Tellerrand hinausschauen", bemerkt Kölbl. "Nehmen wir etwa das Thema des ÖPNV für Haag. Da mit den Planungen an der Landkreisgrenze aufzuhören war nicht der ideale Weg. Da hätte man auch weiterdenken müssen, wie es dann ab dort bis nach München weitergeht." Unter anderem wolle sie außerdem eine Ent-Bürokratisierung im Landkreis voranbringen."Das Landratsamt macht ja schon gute Arbeit, aber wenn beispielsweise ein Verein eine neue Sportstätte braucht, ist das immer noch sehr arbeitsintensiv."

hs

Quelle: innsalzach24.de

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