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Lärmmessungen auf der A94 *mit Voting*

Initiative: "Für uns ist das Tempolimit wirkungslose Symbolpolitik"

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Landkreis Mühldorf – Die Initiative „Nein zum Tempolimit auf der A94“ hat bei eigenen Lärmmessungen keine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt. Folglich können sie die Beschwerden der Anwohner nicht nachvollziehen und kritisieren die Einführung des Tempolimits auf der A94.

Ein Post auf der Facebookseite der Initiative „Nein zum Tempolimit auf der A94“ berichtet von den selbst durchgeführten Messungen des Verkehrslärm an der A94. Dabei hätten sowohl die Ergebnisse als auch der subjektive Eindruck keinen Unterschied zwischen Bereichen mit und ohne Tempolimit ergeben.

An keiner unserer Messstellen wurde eine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt und es konnte sich immer absolut problemlos in Zimmerlautstärke unterhalten werden“, heißt es im Facebook-Beitrag. Alle Messungen hätten überwiegend Werte zwischen 57 - 63 dB(A).

Zum Vergleich: Das Umweltbundesamt legt tagsüber in reinen und allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten einen Grenzwert von 59 dB(A) vor. In Kerngebieten, Dorfgebieten und Mischgebieten liegt der Wert bei 64 dB(A). Laut der Gegner des Tempolimits wurden alle Messungen im Berufsverkehr und zur Mittagszeit durchgeführt.

Ein Ergebnis: Autos nicht für Lärm verantwortlich

„Die gemessenen höheren Werte und der subjektiv lautere Lärm war ausschließlich von Lkw verursacht“, heißt es weiter. Die Werte der Autos dagegen hätten keinen erkennbaren Unterschied ergeben – egal an Stellen ohne Tempolimit oder an den mit 120 km/h beschränkten Stellen. In zwei Wohngebieten (Altmühldorf und Mühldorf Süd) hätten die Messungen fast identische Werte ergeben wie auf der Autobahn.

„Nachdem wir uns persönlich vor Ort eine eigene Meinung bilden konnten, wirken die Schilderungen der Lärmgegner in den Medien auf uns teils stark emotional und übertrieben“, zieht die Initiative ihr Fazit. Die Geschwindigkeitsbegrenzung hätte keinen erkennbaren Einfluss: „Für uns ist das Tempolimit somit wirkungslose Symbolpolitik.“

Auch weitere Details zur Messung werden auf der Facebook-Seite veröffentlicht. So wären beim Selbsttest ein „kalibriertes Trotec SL400" der Kasse II und ein Leica Laser-Entfernungsmesser im Einsatz gewesen. Alle Messungen seien aufgrund des Windes jeweils von beiden Seiten an 14 Stellen der Autobahn durchgeführt worden. Besonders der Bereich Dorfen – Lindum wäre untersucht worden, da es in diesem Bereich viele Beschwerden mit teils sehr extremen Behauptungen der Anwohner gegeben hätte. „Wir konnten diese vor Ort nicht nachvollziehen“, so die abschließenden Worte.

Diskussionen nehmen kein Ende

Damit bezieht die Initiative klare Stellung zum erstmals vorübergehenden eingeführten Tempolimit, das am 1. Februar in Kraft getreten ist. Dafür wurden knapp 90 Schilder auf der Autobahn aufgestellt. Gegen diese Maßnahme wurde bereits eine Petition gestartet. Die Diskussionen zum Tempolimit wurden im Vorfeld kontrovers geführt.

An welchen Stellen genau gemessen wurde und wie hoch die Werte an den einzelnen Standorten lauten, wurde nicht veröffentlicht. Ebenso haben wir beim bayerischen Verkehrsministerium und den Anwohnern um eine Stellungnahme zu diesem Test gebeten. Die Diskussionen um das Tempolimit gehen damit in die nächste Runde.

jz

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © fib

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